Gemeindezentrum war harte Nuss

Dr. Friedrich Besch kennt die Geschichte des Ev. Gemeindezentrums Hustadt von Beginn an.
Dr. Friedrich Besch kennt die Geschichte des Ev. Gemeindezentrums Hustadt von Beginn an.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
Vor einem halben Jahrhundert: Landeskirche benötigte acht Jahre, um das kleine und beschauliche evangelische Hustadtzentrum auf dem Hof Brune zu errichten

Querenburg. Klein und beschaulich liegt der Bau am Hang unterhalb der hohen Blöcke der Hu-stadt: das evangelische Hustadtzentrum. „Kennen Sie das Hustadtzentrum?“ hieß nun die Frage, zu der Dr. Friedrich Besch über die Baugeschichte des Zentrums zwischen der Planung des Gebäudekomplexes im Jahr 1963 bis zur Einweihung 1971 berichtete.

Der ehemalige Gemeindepfarrer Dr. Siegfried Bülow (1971-1997) berichtete anschließend zu den Räumen und deren Ausstattung. Knapp 50 Leute hörten interessiert zu und freuten sich über viele Informationen zum im Januar 2008 unter Denkmalschutz gestellten Bau.

Gemeindebezirk gab es noch nicht

Die Überraschung hatte Friedrich Besch gleich zum Auftakt seines Vortrages parat. „Die Baugeschichte ist ungewöhnlich: Das Gemeindezentrum entstand als landeskirchliches Bauvorhaben für einen noch nicht existierenden Gemeindebezirk.“ Die Baukosten in Höhe von 898 000 DM habe allerdings die spätere, am 1. Januar 1967 gegründete Gemeinde bezahlt.

Ausgangspunkt für die Planungen der Landeskirche sei der Bau der Ruhr-Universität gewesen. Da dieser nach dem Willen von Land und Stadt mit der Errichtung einer Universitätsrahmenstadt verbunden wurde, musste für den Bereich Hustadt auch ein Kirchenzentrum her. „Etwa zeitgleich mit der Grundsteinlegung für das erste Universitätsgebäude im Juli 1962 erwarb die Landeskirche den Hof Brune in der heutigen Hustadt.“ Schon 1963 seien die Baupläne für die heutige Siedlung fertig gewesen. Für den Gemeindebezirk war eine Kirche und ein Studentenwohnheim auf der Fläche des Bauernhofes eingetragen.

Der Standort blieb bis heute. Die Bauplanungen dafür änderten sich immer wieder. 1964 hieß es, dass ein Zentrum mit Gemeindehaus, Kirche, Pfarrhaus und Kindergarten am Standort entstehen müsse anstelle des abzureißenden Gemeindezentrums „Auf dem Aspei“ (heute Buscheyplatz).

Schon 1965 war auch das zu Gunsten des Baus der Apostelkirche im ökumenischen Kirchenforum (entwidmet Anfang 2012) vom Tisch. Friedrich Besch: „Auf dem Aspei wird wegen der Nähe zur Unikirche das Studentengemeindezentrum geplant mit dem Hu-stadtzentrum als Außenstelle.“ Architekt Kurt Peter Kremer übernahm die Detailplanung. Allerdings gab es im September 1968 noch ein Problem: ein Gottesdienstraum musste her. Der Saal erhielt dadurch – unter großen Schwierigkeiten – nochmals eine neue Einrichtung.

Siegfried Bülow berichtete vom einladenden Charakter, der in warmen Holztönen gehaltenen Räume. „Dazu trägt auch deren Funktionalität bei, etwa beim Kaminraum mit echtem Kamin oder der Kinderraum mit Zugang zur Wiese“, so der Tenor des 77-Jährigen. Das Gespräch mit den Besuchern bestätigte das. „Wir fühlten uns gleich wohl, als wir hierher kamen“, so eine Besucherin.

Querenburg. Klein und beschaulich liegt der Bau am Hang unterhalb der hohen Blöcke der Hu-stadt: das evangelische Hustadtzentrum. „Kennen Sie das Hustadtzentrum?“ hieß nun die Frage, zu der Dr. Friedrich Besch über die Baugeschichte des Zentrums zwischen der Planung des Gebäudekomplexes im Jahr 1963 bis zur Einweihung 1971 berichtete.

Der ehemalige Gemeindepfarrer Dr. Siegfried Bülow (1971-1997) berichtete anschließend zu den Räumen und deren Ausstattung. Knapp 50 Leute hörten interessiert zu und freuten sich über viele Informationen zum im Januar 2008 unter Denkmalschutz gestellten Bau.

Gemeindebezirk gab es noch nicht

Die Überraschung hatte Friedrich Besch gleich zum Auftakt seines Vortrages parat. „Die Baugeschichte ist ungewöhnlich: Das Gemeindezentrum entstand als landeskirchliches Bauvorhaben für einen noch nicht existierenden Gemeindebezirk.“ Die Baukosten in Höhe von 898 000 DM habe allerdings die spätere, am 1. Januar 1967 gegründete Gemeinde bezahlt.

Ausgangspunkt für die Planungen der Landeskirche sei der Bau der Ruhr-Universität gewesen. Da dieser nach dem Willen von Land und Stadt mit der Errichtung einer Universitätsrahmenstadt verbunden wurde, musste für den Bereich Hustadt auch ein Kirchenzentrum her. „Etwa zeitgleich mit der Grundsteinlegung für das erste Universitätsgebäude im Juli 1962 erwarb die Landeskirche den Hof Brune in der heutigen Hustadt.“ Schon 1963 seien die Baupläne für die heutige Siedlung fertig gewesen. Für den Gemeindebezirk war eine Kirche und ein Studentenwohnheim auf der Fläche des Bauernhofes eingetragen.

Der Standort blieb bis heute. Die Bauplanungen dafür änderten sich immer wieder. 1964 hieß es, dass ein Zentrum mit Gemeindehaus, Kirche, Pfarrhaus und Kindergarten am Standort entstehen müsse anstelle des abzureißenden Gemeindezentrums „Auf dem Aspei“ (heute Buscheyplatz).

Schon 1965 war auch das zu Gunsten des Baus der Apostelkirche im ökumenischen Kirchenforum (entwidmet Anfang 2012) vom Tisch. Friedrich Besch: „Auf dem Aspei wird wegen der Nähe zur Unikirche das Studentengemeindezentrum geplant mit dem Hu-stadtzentrum als Außenstelle.“ Architekt Kurt Peter Kremer übernahm die Detailplanung. Allerdings gab es im September 1968 noch ein Problem: ein Gottesdienstraum musste her. Der Saal erhielt dadurch – unter großen Schwierigkeiten – nochmals eine neue Einrichtung.

Siegfried Bülow berichtete vom einladenden Charakter, der in warmen Holztönen gehaltenen Räume. „Dazu trägt auch deren Funktionalität bei, etwa beim Kaminraum mit echtem Kamin oder der Kinderraum mit Zugang zur Wiese“, so der Tenor des 77-Jährigen. Das Gespräch mit den Besuchern bestätigte das. „Wir fühlten uns gleich wohl, als wir hierher kamen“, so eine Besucherin.

 
 

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