Gedenktafel erinnert an Flutwelle im Jahr 1943

Eine Gedenktafel an der Dr.-C.-Otto-Straße / Ecke Eiberger Straße erinnert an die Flutwelle nach der Sprengung der Möhnetalsperre.
Eine Gedenktafel an der Dr.-C.-Otto-Straße / Ecke Eiberger Straße erinnert an die Flutwelle nach der Sprengung der Möhnetalsperre.
Foto: privat
Im Mai 1943 warfen britische Flugbomber Bomben auf die Möhnetalsperre. Die Flutwelle war noch in Dahlhausen deutlich zu spüren. Eine Gedenktafel erinnert an die Katastrophe.

Dahlhausen.  In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 warfen britische Flugbomber im Zweiten Weltkrieg speziell entwickelte Rotationsbomben auf die Möhnesee-Sperrmauer und führten damit die „Operation Züchtigung“ durch. Eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle wälzte sich durchs Ruhrtal. 1069 Tote und 225 Vermisste war die bittere Bilanz.

Noch in Dahlhausen stieg das Wasser auf bis zu fünf Meter an, hier blieb es bei Sachschäden. Doch hinterließ die Flut eine Schneise der Verwüstung. Viele Augenzeugen von damals haben noch immer die schrecklichen Bilder in Erinnerung.

Nun erinnert eine Informationstafel an das Geschehen von damals – auch als Mahnung für die nachfolgenden Generationen. Diese Tafel wurde jetzt von Bezirksvertreter Marc Gräf (SPD) sowie von Jochen Hopmann für die Naturfreunde (als Spender der Tafel) freigegeben.

Jochen Hopmann und Günter Hartbecke von den Naturfreunden hatten die kleine Feierstunde organisiert. Die Musiker der Bezirksmusikschule unter der Leitung von Uwe Kaysler untermalten die Veranstaltung. Mitglieder vom Bergmannstisch, des VHS-Geschichtskurses sowie der Naturfreunde erklärten in ihren Ansprachen den Gästen ihre Beweggründe zum Aufstellen der Tafel.

Beim anschließenden Vortrag über die große Flut im Naturfreunde-Treff waren über 50 Zuhörer erschienen – auch hier war Erinnern ausdrücklich erwünscht. Engelbert Wührl zog mit seinem Vortrag die Anwesenden in seinen Bann. Die vielen alten Fotos vereinfachten das Erinnern: „Ich habe als 13-Jähriger die Flut kommen sehen“, erinnert sich der 83-jährige Rolf-Dieter Sievering. Da er schon damals Mitglied im LDKC war, hatte er mit dem Kanu Butterbrote zu jenen Häusern gebracht, die anders damals nicht erreichbar waren.

 
 

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