Erstes Kinderbuch einer Bochumerin regt zum Rülpsen an

Die Bochumer Autorin Alexandra Huß (l.) bringt am Montag ihr erstes Kinderbuch „Der magische Teekessel“ heraus. Rechts Illustratorin Melanie Köhne.
Die Bochumer Autorin Alexandra Huß (l.) bringt am Montag ihr erstes Kinderbuch „Der magische Teekessel“ heraus. Rechts Illustratorin Melanie Köhne.
Foto: Ingo Otto
Wiemelhauser Autorin Alexandra Huß bringt ihr erstes Kinderbuch heraus: „Das magische Teekesselchen“. Helden sind „Pups, Popel und Bäuerchen“.

Wiemelhausen..  Manchmal braucht es gar nicht so viel für eine Geschichte, nur eine klitzekleine Inspiration. Naja, so klein war sie dann auch wieder nicht. Immerhin handelt es sich um einen unterarmlangen Plüschbandwurm, der Alexandra Huß zu ihrem ersten Kinderbuch anregte. Das hautfarbene Stofftier war dann auch bei ihrer ersten Lesung in der Buchhandlung Leseinsel in Wiemelhausen dabei. Vor rund zehn Kindern las die Autorin aus den Abenteuern des kleinen Jungen Moses Junior, der Bekanntschaft mit skurrilen Gestalten und einem magischen Teekessel macht.

Ein wenig aufgeregt schien die 47-Jährige schon zu sein, immerhin war das hier eine Premiere und Huß ist erst wenige Jahre Schriftstellerin. „Ideen hatte ich immer schon, aber lange nicht die Muße. Ich bin mit 19 Mama geworden, und mit dem Beruf hat es einfach nicht reingepasst“, berichtete die gelernte Altenpflegerin.

Mittlerweile hat Alexandra Huß einen zweijährigen Kurs in ,Creative Writing’ an der VHS in Dortmund absolviert und zieht sich heute zum Schreiben besonders gern in eine Bucht auf der Insel Mallorca zurück. Nach einem Thriller und mehreren Kurzgeschichten folgt nun „Der magische Teekessel“. Die Autorin möchte sich nur ungern auf ein Genre festlegen.

Das versteht schnell, wer die drolligen Charaktere in ihrem Buch kennenlernt. Es sind „Pups, Popel und Bäuerchen“, die wohl in keinem Krimi einen Platz fänden. „Am Anfang sollen die Kinder immer pupsen und rülpsen und später wird geschimpft“, sagte Huß, die das zum Anlass nimmt, die kleinen Freunde zum Leben zu erwecken. Rund um die Magie eines Teekessels entspinnt sich eine Geschichte, in der es erstrebenswert ist, ein Pirat zu sein, ein Doktortitel aber ein Fluch ist. „Vor lauter Freude, kein Doktor mehr zu sein, tanzte er ...“, heißt es da. Es ist hier also absolut okay, anders und mutig zu sein und Schabernack zu treiben. Die Kinder hatten entsprechend Spaß und lauschten der Autorin gespannt. „Das war richtig lustig“, befand ein Junge anschließend. Bei einem anderen Mädchen landete das Buch sogar auf der Geburtstagswunschliste.

Goldig sind auch die Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Melanie Köhne: „Pups, Popel und Bäuerchen waren mir sofort sympathisch und ich habe mich dann gefragt, wie sie wohl aussehen könnten“, sagte die 37-Jährige. Über Facebook fanden sich die alten Bekannten Huß und Köhne wieder und freuen sich jetzt über die Zusammenarbeit.

Für Köhne ist es das erste größere Projekt als Zeichnerin. Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen laden die Kinder dazu ein, das Buch selbst bunt zu malen. „Eigentlich soll man ja nicht in Bücher malen, bei diesem darf man das“, schmunzelte Huß. Neben einem Geschichten- und Malbuch ist „Der magische Teekessel“ auch ein Kochbuch mit Piratenrezepten für ,Irish Scones’ und Erdnuss-Kokos-Soße.

 
 

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