Elefanten messen sich in Bochum-Dahlhausen auf der Ruhr

Kraft und Koordination waren beim Tauziehen gefragt.
Kraft und Koordination waren beim Tauziehen gefragt.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Seit mehr als 30 Jahren bietet der Linden-Dahlhauser Kanu-Club (LDKC) das „Paddeln für Jedermann“. In diesem Jahr waren auch Flüchtlinge eingeladen.

Dahlhausen.  Seit mehr als 30 Jahren gehen die Elefantenboote nun schon ins Rennen, an diesem Wochenende fand die 34. Auflage auf der Ruhr statt: eine Erfolgsgeschichte für den Linden-Dahlhauser Kanu-Club (LDKC) und seine Mitglieder.

Mit je sechs Paddlern und einem Steuermann (für gewöhnlich vom Verein gestellt) machten sich die Laien-Besatzungen auch diesmal auf zur Regatta. Am Samstag stand morgens zunächst die Langstrecke auf dem Programm, am Nachmittag folgten die Kurzstrecken. Später gab es noch ein Kräftemessen im Tauziehen.

Weniger Teilnehmer als sonst

Teams wie die „Nutrias“, die „Mattendrachen“, die „Papas“, und die „Rathausdrachen“ gingen dabei an den Start – damit allerdings deutlich weniger Mannschaften als noch in den Jahren zuvor. „Das hat seine Gründe: Als wir mit den Elefantenbootrennen anfingen, waren nur Laien dabei. Viele von ihnen haben jedoch im Laufe der Jahre ihre Erfahrungen gesammelt, haben sich Unterstützung in anderen Kanu-Clubs gesucht. Das führte zu einer immer größer werdenden Leistungslücke, die wir wieder schließen müssen“, schilderte LDKC-Vorsitzender Ralf Höfgen und nimmt einen organisatorischen Arbeitsauftrag mit in die nächste Runde 2016.

Bei den Männern unter 45 siegten die „Jedermänner“ vor den „Nutrias“, bei den Männern über 45 die „Mattendrachen“. Im Mix über 45 waren die „MuPs“ erfolgreich, dahinter dann die „Rathausdrachen“. Der „Mattenmix“ siegte im Mix-Wettkampf unter 45. Die „Matten-Ladies“ fuhren die besten Zeiten bei den Damen unter 45 zusammen.

Fast wichtiger als die Erfolge war und ist jedoch der soziale Rahmen, den der LDKC bietet. Traditionell verbindet die Gruppe das Elefantenbootrennen mit dem Sommerfest zum Saisonabschluss, über den Tag verteilt kamen sicher rund 500 Besucher zur Ruhrmühle, um mit den Kanuten und Paddlern zu feiern.

Zusammen mit den Beauftragten für Flüchtlingsfragen im Bereich Südwest hatte der LDKC zudem zum „Schnupperpaddeln“ eingeladen, ermöglichte damit ein Kennenlernen der neuen Nachbarn in Linden und Dahlhausen untereinander. Nicht wenige Flüchtlinge nahmen das Angebot des Vereins dann auch gerne wahr und gingen sogar aufs Wasser. Eine Idee, die aufgegangen scheint.