Die komische Seite von Eltern

Die Komikerin Sabine Bode
Die Komikerin Sabine Bode
Foto: sabine bode
Lesestaffel in den Büchereien. Kabarettistin Sabine Bode gastiert mit „Kinder sind ein Geschenk“ in Linden. In Wiemelhausen dreht sich alles um Schokolade.

Süd.  Die Bücherei in den Fokus rücken, sie als wichtigen Bestandteil des Kulturlebens im Stadtteil erfahrbar machen – darum geht es bei der inzwischen sechsten Lesestaffel der Zweigbüchereien Bochum, sagt Brigitte Bablich-Zimniok vom „Bündnis Bochumer Bücherei-Benutzer“. Vom 4. März bis zum 25. April bietet die Veranstaltungsreihe an sechs Abenden Kabarett, Kunst und Literatur in Linden, Wiemelhausen, Querenburg, Gerthe und Langendreer an.

Das Gros der Kultur-Events entfällt dabei auf den Bochumer Süden: Am 17. März geht es in Querenburg los. Freunde der Bücherei stellen literarische Neuerscheinungen vor. Präsentiert werden etwa zeitgenössische Lyriker aus Armenien und neue Romane. Pianistin Alina Amaras begleitet das Ganze am Klavier, und der Bochumer Künstler Peter Starcke eröffnet seine neue Ausstellung „Zwillingsbilder“. Los geht’s um 19 Uhr.

Am 8. April kommt Komikerin Sabine Bode in die Bücherei Linden: „Kinder sind ein Geschenk … aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan“: Kitas, Kinder-Idole, Macken-Eltern – hier kriegt jeder sein Fett weg; ab 19.30 Uhr.

Am 21. April geht es wieder nach Querenburg: Ab 19 Uhr berichtet der Bochumer Hartmut Claes von seinen Reisen zu den Sinti und Roma in Rumänien, die dort, wie in fast jedem Land Osteuropas, eine stark diskriminierte Minderheit sind. Die Band „Balkan Blues“ sorgt für die passende musikalische Untermalung.

Der süße Abschluss für der Lesestaffel findet auch im Bochumer Süden statt: und zwar am 25. April um 19 Uhr in der Familienbibliothek Wiemelhausen. Kunsthistorikerin Birgit Poppe liest aus ihrem Buch „Frauen und Schokolade – die wunderbare Welt der weiblichen Genüsse“ und führt anhand von ausgewählten Gemälden durch die Geschichte des Schlemmens. Passend dazu sorgt eine Schokolaterie aus dem Stadtteil für die Verköstigung.

Im Norden öffnet die Bücherei Gerthe ihre Türen und startet die Lesestaffel: Am 4. März kommt Kabarettist Hans Georgi und gibt Heiteres und Hintersinniges von Erich Kästner zum Besten.

Langendreer besinnt sich auf lokale Künstler wie die ortsansässigen Kabarettisten Paul Möllers und Willi Caelers (17. März).

Was ungewöhnlich ist: Das Lieblingsgenre der Deutschen, der Krimi, kommt in der Veranstaltungsreihe gar nicht vor. Die Organisatoren finden das gut: „Unser Sichtfeld wird breiter“, sagt Brigitte Bablich-Zimniok. „Diese Staffel ist wirklich weit verzweigt, darauf können wir aufbauen.“

Für manche aus dem Team wie Lutz Gollnick aus Wiemelhausen geht es bei der Lesestaffel um mehr, als nur ein buntes Programm auf die Beine zu stellen: Aufgrund der Haushaltslage der Stadt seien die Büchereien keineswegs sicher, sagt er. „Bisher lief zwar alles gut, aber was wir an den Büchereien haben, merken wir spätestens, wenn die weg sind.“

 
 

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