Das filmische Gedächtnis der Stadt

Jens Tampier dreht für die Bochumschau am Wasserwerk in Stiepel am Dienstag, 12.04.2011 Bochum, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Jens Tampier dreht für die Bochumschau am Wasserwerk in Stiepel am Dienstag, 12.04.2011 Bochum, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
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Stiepel.. Bochum ein Gesicht geben – Das ist das Ziel der beiden Bochumer Jungs Jens Tampier und Patrick Lambertus. Ihr Mittel: Die Internetseite www.bochumschau.de. Dort präsentieren sie kurze Filme rund um Bochum.

Das Planetarium, Toto und Harry und das Kunstviertel Rottstraße: die Streifen auf der Seite sind Fragmente aus dem Bochumer Leben. „Wir wollen ein filmisches Gedächtnis für die Stadt erstellen“, erklärt Tampier. Angefangen hat das Ganze im Kulturhauptstadtjahr 2010. Außergewöhnliche Ereignisse sollten festgehalten werden, kostenlos und unverschlüsselt. Woche für Woche erscheinen seitdem neue bewegte Bilder der Stadt, „ein bisschen Tagesschau, ein bisschen Sportschau“, so Tampier. Auch über 2010 hinaus macht das Team nun weiter. Filme über die Stadtwerke oder das Wasserwerk bringen Einnahmen.

Die Fangemeinde sei schnell gewachsen, berichtet Tampier. „Jeden Monat kommen etwa 1000 neue Besucher hinzu“, schätzt er. Kein Wunder – die Seite wirkt ansprechend, die Filme sind professionell. Tampier ist Filmemacher für verschiedene Sender, unter anderem für den WDR. Sein Kompagnon Lambertus ist Inhaber der Bochumer Internet-Agentur Pixelhaus.

„Schön wäre es, wenn sich die Seite irgendwann selber trägt“, meint Tampier. Er hofft, das genug Aufträge herein kommen um die Seite zu finanzieren. Dabei sind nicht alle Beiträge bei Bochumschau kommerziell. „Gerade diese kleinen Geschichten machen auch Spaß“, findet Tampier, „sie komplettieren das Bild von Bochum“. Ein Filmarchiv für eine Stadt, wie dieses, sei einmalig in Deutschland, so Tampier – also reinschauen.

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