Christuskirche in Linden kann sich wieder sehen lassen

Einzug der Pfarrer Angelika Hövermann und Rolf Schuld beim Festgottesdienst in der Christuskirche.
Einzug der Pfarrer Angelika Hövermann und Rolf Schuld beim Festgottesdienst in der Christuskirche.
Foto: Svenja Hanusch
Die ev. Gemeinde Linden feierte jetzt den Abschluss der Renovierungsarbeiten ihres Gotteshauses mit einem Festgottesdienst. 330 000 Euro kostete es, die Christuskirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Ein langwieriges Projekt, das nun endlich ein Ende fand. Noch dazu ein sehr ansehnliches . . .

Linden..  „Ich finde es super, welchen Eindruck die Kirche heute wieder macht“, freute sich Oliver Küstermann von der gleichnamigen Gärtnerei. „Sie sieht so hell und licht aus.“ Der Florist besuchte die Christuskirche der evangelischen Gemeinde, die nun nach langer Renovierung mit einem Festgottesdienst wieder offiziell eingeweiht wurde. Zahlreiche Gemeindemitglieder kamen, um dieses Ereignis zusammen mit Pfarrerin Angelika Hövermann und Pfarrer Rolf Schuld zu feiern.

Die Kirche an der Hattinger Straße ist schon seit dem 4. Advent wieder im Gemeindedienst. „Wir konnten morgens Gottesdienst feiern und nachmittags das jährliche Adventskonzert des Kirchenchores veranstalten“, erklärt Schuld. Alle weiteren Gottesdienste rund um Weihnachten und Neujahr ließen dann zwar Platz, das im Innenraum frisch renovierte Gotteshaus zu genießen. Zeit, das Ereignis nach jahrelangem Vorlauf und Spenden sammeln zu feiern, blieb jedoch nicht.

Die Sanierung sollte eigentlich schon am 1. Advent abgeschlossen sein. „Wir konnten den Termin nicht einhalten, weil es eine ungeplante Verzögerung durch den Gerüstbauer für den Innenanstrich gab“, so der 57-jährige Pfarrer. „Alle weiteren Handwerkerarbeiten verschoben sich damit nach hinten.“

Künstler entwickelte Farbkonzept

Dies blieb nicht das einzige Problem. Aufwändig gestaltete sich auch die Deckenrenovierung. Schuld: „Die Maler mussten sie zunächst abwaschen, damit der neue Farbauftrag überhaupt hielt.“ Nun erstrahlen die einzelnen Rauten der gewölbten Kastendecke in Violett. Sie bilden einen schönen Kontrast zum Altweiß der Wände. Die Fensterrahmen sind durch dünne Graustreifen abgesetzt. Das passt gut zum Anthrazit der neuen Bodenfliesen. Das Farbkonzept entwickelte der Hattinger Künstler Egon Stratmann.

Kirche kann bei Veranstaltungen jetzt punktgenau vorgeheizt werden

Das Instandsetzen des Innenraums erfolgte ab April 2013. Unter der Bauleitung von Architekt Christoph Harder erfolgte nach dem Einpacken der Orgel und dem Entfernen sämtlicher Möbel und Bänke das Herausreißen des grünen Nadelbodens. Im Chorraum entfernten die Arbeiter zudem die Wandverkleidung. Anschließend erhielt die Kirche neue Stromleitungen.

Die Umluftheizung bekam eine neue Steuerung. „Damit können wir die Kirche punktgenau für Veranstaltungen vorheizen“, freut sich Schuld. „Wenn wieder Geld da ist, werden wir unter der Orgelempore noch zwei Räume schaffen“, schaut der Pfarrer in die Zukunft.

Jetzt freuen er und das Presbyterium sich aber erstmal, dass nach mehreren Anläufen in den letzten zehn Jahren die Kirche wieder sehenswert ist.

 
 

EURE FAVORITEN