Brunnenprojekt hat jetzt eine feste Adresse

Als das „Brunnenprojekt Hustadt“ seinen neuen Standort eröffnete, waren die Kleinsten mit Darbietungen mit von der Partie.
Als das „Brunnenprojekt Hustadt“ seinen neuen Standort eröffnete, waren die Kleinsten mit Darbietungen mit von der Partie.
Foto: WAZ-FotoPool
Die Sozialpastorale Initiative von Pater Winfried Pauly in der inneren Hustadt hat eigene Räume an der Robert-Koch-Straße bekommen. Hier sollen interkulturelle Kontakte vertieft werden, weil über 30 verschiedene Kulturen in der Hustadt leben.

Querenburg. Präsent sein, zu hören, mitreden und –spielen: Die sozialpastorale Initiative „Brunnenprojekt Hustadt“ von Pater Winfried Pauly in der inneren Hustadt, umfasst für die Anwohner aus rund 30 Kulturen seit April 2013 ein weites Spektrum. Bislang waren die Streetworker ausschließlich unterwegs zu ihrem Klientel.

Nun geht das Projekt einen Schritt weiter: Es erhielt eine feste Anlaufstelle. Ein Aktionstag, an dem sich vor allem Aktive der katholischen Gemeinde St. Paulus beteiligten, setzte dafür ein Ausrufezeichen.

„Für uns ist heute ein besonderer Tag, da wir nun mit unserer Initiative offiziell vor Ort angekommen sind“, betonte der Redemptoristenpater in seiner Eröffnungsrede. Die ehemalige, in Eigeninitiative frisch renovierte Küsterwohnung soll ein Anlaufpunkt für alle Bewohner der inneren Hustadt werden.

Allerdings sollen zunächst Ideengeber hineinkommen. „Es geht nun darum, Ehrenamtliche zu finden, die mit ihren Vorschlägen und Projekten das Haus mit Leben füllen wollen“, so Pauly weiter. Der fast 52-Jährige setzte damit zugleich das Signal: „Wir ziehen uns nicht zurück. Dieser Ort ist als Ergänzung unserer Arbeit gedacht.“

Wie interreligiös und altersübergreifend das Projekt angelegt ist, zeigte das symbolhafte Durchschneiden eines roten Bandes. Ahmat Aweimer vom „Islamischen Kulturverein Bochum“ (Moschee Querenburger Str. 65) wirkte ebenso mit wie Pfarrer Norbert Humberg von der katholischen Pfarrei St. Franziskus, die die Räume zur Verfügung stellt. Senioren und Kinder waren ebenfalls beteiligt.

alle Menschen für eine zukünftige Hustadt einbeziehen

Aweimer betonte im Anschluss: „Das ist ein gute Chance für die Menschen hier, damit sie zukünftig mehr miteinander machen, mehr Kontakte knüpfen.“ Die Mitglieder seiner Gemeinde, die im Bereich wohnen, wollten gerne mitmachen.

Christine Czewinski und Andreas Galatas, Spielplatzpaten für den Piraten- und den Robinsonspielplatz, sehen im Brunnenprojekt ebenfalls ein neues Netzwerk: „Das bietet Chancen, alle Menschen für eine zukünftige Hustadt einzubeziehen“, so ihr Tenor.

Pater Winfried Pauly begann schon 2013 seinen Dialog mit den Menschen in der Nachbarschaft und nutzte dabei die vorhandenen Strukturen. „Ich habe mich dazu gesetzt auf dem Brunnenplatz, auf dem Spielplatz, bin in die Schulen gegangen, um in Kontakt zu kommen“, erinnert er sich.

Sein Fazit: „Das ist ein Stadtteil mit viel Potenzial. Ich sehe unsere Arbeit als Ergänzung zu vorhandenen Angeboten.“ Das heißt: das Projekt wird voraussichtlich in den Abendstunden und an den Wochenenden präsent sein.

 
 

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