Bezirksvertretung freut sich über Radweg auf Wasserstraße

Sven Westernströer
Die Wasserstraße soll zwischen Königsallee und Am Wiesengrund saniert werden.
Die Wasserstraße soll zwischen Königsallee und Am Wiesengrund saniert werden.
Foto: WAZ Fotopool
Politiker des Bezirks Süd beraten über drei aktuelle Themen: Vonovia-Umzug, Sanierung Wasserstraße, Neubau Düsterstraße. „Heiße“ Marathonsitzung.

Bochum-Süd.  Die Temperatur unter dem Flachdach: schwitzig. Die Luft im Saal: zum Durchschneiden. Trotzdem hielten die Bezirksvertreter bei ihrer dreistündigen Sitzung am Dienstag in der Verwaltungsstelle Süd im Uni-Center tapfer durch. Immerhin galt es, mehr als 40 Punkte auf der Tagesordnung abzuarbeiten. Respekt vor diesem ehrenamtlichen Engagement! Hier sind einige wichtige Ergebnisse.

Umbau Wasserstraße

Die Sanierung der Wasserstraße im Abschnitt zwischen Königsallee und Am Wiesengrund nimmt konkrete Formen an. Nach jahrelanger Planung soll es voraussichtlich im Jahr 2018 soweit sein. „Dafür stehen uns Fördermittel aus dem öffentlichen Straßenbau zur Verfügung“, sagt Christoph Matten vom Tiefbauamt. „So haben wir den Mut gehabt, das jetzt anzugehen.“ Im Zuge der Sanierung sollen auch separate Radwege und Querungshilfen angelegt werden, die es auf der viel befahrenen Achse zwischen Wiemelhausen und Oviedo-Ring bislang nicht gibt.

Die Gesamtkosten werden auf ca. zwei Millionen Euro geschätzt. „Seit mehr als 20 Jahren versuche ich, hier etwas für die Fußgänger zu tun“, sagt Peter Borgmann (Grüne). „Ob Ampel oder Zebrastreifen: Immer wurde alles abgeschmettert.“ Dass sich jetzt etwas bewege, freut ihn außerordentlich.

Ausfahrt Vonovia

Hinter dem Bebauungsplan Wasserstraße / Paulstraße verbirgt sich der geplante Neubau der Vonovia-Zentrale an der Wasserstraße und das weiterhin ungelöste Verkehrsproblem, das einige Bezirksvertreter auf die Kreuzung Wasserstraße / Unistraße zukommen sehen.

„Das wird das absolute Chaos“, fürchtet Gerd Sauer (CDU). Die Stadtverwaltung will in Ruhe schauen, wie sich der Verkehr nach dem Vonovia-Umzug entwickelt: „Die Arbeitsplätze werden zunächst nur verlagert“, sagt Klaus Kleine vom Stadtplanungsamt. „Spannend wird es, wenn auch das alte Gebäude neu genutzt wird“, so Peter Borgmann (Grüne). Die Überlegung, einen Durchbruch von der Paulstraße zur Wasserstraße zu schaffen, um die Kreuzung zu entlasten, bleibt in der Diskussion.

Neubau Düsterstraße

Auf gutem Weg befindet sich das geplante Neubaugebiet an der Düsterstraße / Vorm Felde in Stiepel. Hier sollen Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Öffentlich wird der Bebauungsplan im November ausgelegt, mit einem Beschluss rechnet die Verwaltung im Frühjahr. „Es gibt viele junge Familien, die daran interessiert sind“, freut sich Erika Post (CDU).

Radweg an der Ruhr soll attraktiver werden

Der Regionalverband Ruhr informierte die Bezirksvertretung über eine Aufwertung des Ruhrtalradwegs : So ist geplant, den Radweg zwischen Alte Fähre und Schleuse zu verlegen, um Gefährdungen zu vermeiden.

Die CDU zweifelt daran, ob die Sicherheitskräfte in Bochumer Flüchtlingsheimen für ihre Tätigkeit fachlich geeignet sind. Die FDP weist darauf hin, dass die älteren Menschen in Stiepel ein Seniorenheim vermissen.