Adventsmarkt bietet familiäres Flair

Tuana, Muriel und Berkant (v.l.) musizierten am gestrigen Sonntag auf dem Dahlhauser Weihnachtsmarkt.
Tuana, Muriel und Berkant (v.l.) musizierten am gestrigen Sonntag auf dem Dahlhauser Weihnachtsmarkt.
Foto: Ingo Otto
Beliebter Treff auf dem Bahnhofsgelände Dahlhausen. Händler präsentieren sich mit Handwerk und selbst gemachten Leckereien. Kinder musizieren

Dahlhausen. Am Wochenende war es wieder soweit: Zum 22. Mal bauten Bürger ihre bunten Zelte vor dem historischen Bahnhofsgelände in Dahlhausen auf und boten diverse Köstlichkeiten und Handarbeiten an. Ob Holzfiguren, Strickware oder Deko, es gab viel zum Stöbern, und nebenbei konnte Glühwein geschlürft werden.

Erdbeer-Spekulatius und Sauerkirsch-Lebkuchen-Marmelade gab’s zum Beispiel am Stand von Josie Scholz. Aber auch selbstgemachte Liköre, Apfelmus und gebrannte Mandeln lockten die Kundschaft an. „Josie hat schon seit dem Sommer fleißig Marmelade gekocht und alles Mögliche vorbereitet. Ich war nur für das Etiketten-Kleben zuständig und helfe ihr jetzt beim Verkauf“, berichtete Freundin Daniela Sander. „Wir nehmen in diesem Winter zum ersten Mal teil. Sonst waren wir mit dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Werne, aber hier gefällt es uns gut“, so Sander.

Im vergangenen Jahr fegte ein Sturm die Marktstände durcheinander

Auch Gabriele Ullrich war mit ihrem Handarbeitsstand vor Ort und hoffte auf einen ruhigeren Tag als im letzten Winter: „Am Ende des Tages kam ein Sturm, da ist mir tatsächlich das Zelt weggeflogen! Bestimmt fünf Meter abgehoben und auf dem Nachbarstand gelandet. Zum Glück ist nichts kaputt gegangen.“ Nur das Zelt sei nicht mehr zu gebrauchen gewesen, deshalb bot sie ihre Ware in diesem Jahr unter einem neuen roten Zeltdach an. Windlichter, Kränze und kleine Skulpturen, alles selbst gemacht. „Am besten gehen die Treibholzengel“, erläuterte Ullrich. „Eigentlich sollte man ja schon das ganze Jahr an den Sachen arbeiten, aber ich bin oft etwas spät dran.“ Trotzdem bot sie eine Menge zum Verkauf und war zufrieden mit der guten Stimmung auf dem Markt.

„Wir sind zufällig bei einem Spaziergang auf den Weihnachtsmarkt hier gestoßen“, erzählte Besucherin Karin Wurch. „Aber ich finde es sehr gemütlich, weil es nicht nur die typischen 150 Bratwurstbuden gibt, sondern auch viel Handwerkliches zu sehen ist. Da kann man sich länger aufhalten.“

Das unterstützte auch Besucher Bernhard Korte: „Hier herrscht eine tolle Atmosphäre und es ist schön, dass sich nicht alles nur ums Essen dreht. Im letzten Jahr waren wir schon ganz angetan und kommen gerne wieder her.“

Aktionen und Unterhaltung bereichern das Angebot

Das Urteil von Lothar Siepmann über den Dahlhauser Weihnachtsmarkt lautete derweil: „Lecker und noch leckerer! Wir haben uns frisch geräucherte Forellen geholt und trinken Glühwein, der schmeckt immer wieder gut.“ Seine Frau Delia Siepmann ergänzte erklärend: „Wir wohnen hier um die Ecke und kommen jedes Jahr her. Der Weihnachtsmarkt ist klein und fein und persönlich, nicht so professionell, das gefällt uns.“

Es gab auch einige begleitende Aktionen: Kinder spielten Weihnachtslieder auf ihren Instrumenten, der Handballverein SG Linden-Dahlhausen warb mit einer Tombola, und am Spätnachmittag las ein Weihnachtsmann Geschichten vor.

Tradition lebt weiter: Kalender über die Entwicklung des Stadtteils

Brigitte und Maren Hulisz führten an ihrem Stand die Tradition ihres verstorbenen Vaters und Großvaters Günter Holland fort.

Seit ca. 20 Jahren bot er auf dem Weihnachtsmarkt einen Jahreskalender mit Fotoeindrücken des Stadtteils Dahlhausen an. Im letzten Jahr übernahm Maren Hulisz die Aufgabe.
So werden die Veränderungen innerhalb des Stadtteils dokumentiert und die Nachfrage nach den Fotokalendern gestillt.

 
 

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