Straßenmagazin Bodo sucht dringend neue Räume

Rolf Hartmann
Der Hochbunker am Springerplatz Ecke Metzstraße ist verkauft und soll völlig umgebaut werden. Zurzeit befinden sich dort noch die Räumlichkeiten des Straßenmagazins Bodo und eine Kleiderkammer der Caritas, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Der Hochbunker am Springerplatz Ecke Metzstraße ist verkauft und soll völlig umgebaut werden. Zurzeit befinden sich dort noch die Räumlichkeiten des Straßenmagazins Bodo und eine Kleiderkammer der Caritas, Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Der Verein Bodo sucht eine neue Unterkunft. Zurzeit ist das Team des Straßenmagazins noch im Hochbunker am Springerplatz beheimatet, der aber verkauft wurde. Benötigt wird eine Anlaufstelle für die Verkäufer mit Platz für Kleiderkammer und Laden.

Damit die Verkäufer des Straßenmagazins „Bodo“ nicht immer nur auf der Straße stehen, sucht der gemeinnützige Verein Bodo e.V. dringend Räume nahe der Innenstadt. Es geht dabei um eine Anlaufstelle für die Straßenverkäufer, aber auch um Platz für die Kleiderkammer und den Second-Hand-Shop.

„Bodo? Bodo?“ - Viel mehr sagen sie nicht. Jeder kennt sie. Seit Jahren stehen sie überwiegend mitten in der Fußgängerzone und halten den Passanten ihre Hefte entgegen. Bei Wind und Wetter, jetzt auch bei Eiseskälte. Die Verkäufer erwerben das Magazin für 90 Cent pro Exemplar und verkaufen es auf der Straße für 1,80 Euro.

Bunker wird in Kürze umgebaut

„Der Verkauf des Straßenmagazins Bodo ist ein Angebot für arme, obdachlose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen“, schildert Bastian Pütter von der Bodo-Redaktion. „Er bietet neben einem legalen Zuverdienst auch einen Weg aus Einsamkeit und Isolation. Gemeinsam erarbeiten sich die Verkäufer wieder eine Tagesstruktur, den Umgang mit Geld und ein soziales Netzwerk, das bei weiteren Schritten hilft.“

Bisher hat Bodo in Bochum noch eine Anlaufstelle im Hochbunker am Springerplatz, dort ist die Kleiderkammer samt Second-Hand-Shop untergebracht. Doch der Bunker ist verkauft und soll in Kürze völlig umgebaut werden.

Seitdem sucht Bodo eine preisgünstige Alternative, die auch Raum hat für eine Anlaufstelle, wo ein Ex-Verkäufer als Ansprechpartner jeden Tag für sie da sein soll.

Die Ladensuche ist nicht einfach. Bisher gab es nur Ablehnungen. „Der Laden ist frei, aber nicht für Sie“, bekam Pütter zu hören und gesteht: „Mit dieser pauschalen Ablehnung haben wir nicht gerechnet.“ Um die Miete für die neue Anlaufstelle bezahlen zu können, bittet der Verein um finanzielle Unterstützung. Er ist berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Spendenkonto: Sparkasse Bochum, Bankleitzahl: 430 500 01, Kontonummer: 104 062 54