Starke Steigerung der Standortqualität

Die Energie kommt aus der Mitte. Meistens. Aber besonders dann, wenn es darum geht, gemeinsam etwas zu erreichen. Diese Mitte bilden in vielen Bochumer Stadtteilen Werbegemeinschaften, die sich für ihr Quartier engagieren, die Nahversorgung sichern. Das ist in Werne, Laer, und Altenbochum genauso wie in Langendreer: Einzelhändler präsentieren sich gemeinsam viel besser, können beispielsweise zusammen werben oder Veranstaltungen organisieren. Werbegemeinschaften entstehen, weil den meisten Unternehmen bewusst ist, dass so Synergieeffekte geschaffen werden.

Engagement und Kreativität

Werbegemeinschaften können in ihren Stadtteilen eine starke Steigerung der Standortqualität erreichen – durch hohes ehrenamtliches Engagement und viel Kreativität. Auch die Werbegemeinschaft Bochum-Laer will ihren Stadtteil am Leben halten. „Als wir uns 1997 zusammengeschlossen haben, waren wir uns einig, dass das Leben im Stadtteil nicht weiter einfach nur so dahin plätschern sollte“, sagt Walter Wolf. Zur Gründungszeit zählte die Gemeinschaft rund 30 Mitglieder; heute sind es elf, die gemeinsame Sache machen. „Wir sind zwar klein, aber aktiv“, sagt Walter Wolf und verweist auf das alljährliche große Sommerfest und die finanzielle Unterstützung der Vereine aus Tombola-Erlösen. Und wenn es um wichtige Entscheidungen geht wie zum Beispiel um die Stadtentwicklung und die Neuplanung des Opel-Geländes, dann „können wir zwar nicht mitbestimmen, wir werden aber gehört“.

Auch die Werbegemeinschaft Altenbochum arbeitet daran, dass ihr Stadtteil nicht an Attraktivität verliert. „Hier kennt wirklich fast jeder jeden, wir können im selben Stadtteil leben und arbeiten und das wissen die meisten von uns zu schätzen“, sagt Vorstandsmitglied Victoria Weber. Das Netzwerken funktioniert und die Werbegemeinschaft hat einen erheblichen Anteil daran, dass ihr Stadtteil blüht – und das im wahrsten Sinnes des Wortes alljährlich im Frühling: Mit der Aktion „Altenbochum blüht“ und einem Fest starten die Händler gemeinsam mit den Bürgern in die neue Saison. Im Winter glüht der Stadtteil traditionell, mittlerweile strahlt er auch noch etwas heller als sonst: „Wir haben Sterne an die Hauswände angebracht und damit noch mehr Licht in unseren Stadtteil gebracht.“

Geplant ist, demnächst noch mehr fürs gemeinsame Erleben und die Bürger im Stadtteil zu tun.

Karsten Höser, Stadtteilmanager und Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft Alter Bahnhof in Langendreer, weiß, dass Synergien wunderbar genutzt werden können, um einen Stadtteil mit Leben zu füllen. Er engagiert sich gleichzeitig auch bei der Stadtteilinitiative „Langendreer hat’s“ und ist auch sonst im Stadtteil äußerst aktiv. Die Leerstände sollen weniger werden, außerdem soll die Kaufkraft in Langendreer erhalten werden.

Wie das geht? „Wir sind auf einem guten Weg“, meint Karsten Höser. Mit gemeinsamen Veranstaltungen wie etwa der Aktion „Bänke raus“ und dem Herbstmarkt engagieren sich die Händler für ihren Stadtteil, ebenso wie mit der Weihnachtsbeleuchtung und dem neu eingerichteten Adventszimmer – für ein Wir-Gefühl, gemeinsames Erleben und einen lebendigen Stadtteil, in dem sich jeder gerne aufhält.

EURE FAVORITEN