Stadt trennt sich von Gebäuden

Das Bildung und Verwaltungszenrum soll Platz für 130 zusätzliche Arbeitsplätze bieten und muss saniert werden. Denn die Stadt wil sich von Immobilien trennen. Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
Das Bildung und Verwaltungszenrum soll Platz für 130 zusätzliche Arbeitsplätze bieten und muss saniert werden. Denn die Stadt wil sich von Immobilien trennen. Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Die Stadt will sich kurzfristig von einem Großteil ihrer Immobilien trennen. „Ab 2015 wird es nur noch drei Gebäude geben – das Rathaus, das Technische Rathaus und das BVZ“, sagt Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste.

Dahinter steckt vor allem, Geld zu sparen, denn die meisten Stadthäuser sollen auf dem Markt zum Verkauf angeboten oder die Miete gespart werden. Weil nach den Sparvorgaben auch Personal abgebaut werden muss (zunächst um etwa 320 Kräfte), sollen im gleichen Umfang Büroflächen aufgegeben werden.

4 Millionen Euro Sanierungskosten für altes WAZ-Gebäude

Schon zum nächsten Jahr will die Verwaltung die Adresse Westring 28-30 aufgeben, wo das Gesundheitsamt zu finden ist. „Investitionen lohnen nicht mehr. Es soll abgerissen werden, um das Grundstück zu vermarkten“, so Allmeroth im Ausschuss für die Eigenbetriebe: „Westring 32, wo die Musikschule sitzt, können wir problemlos vermarkten.“ Das Gesundheitsamt wird zunächst an der Junggesellenstraße 8 untergebracht, wo auch Schulverwaltung und Jugendamt zu Hause sind. Doch auch diese angemieteten Etagen soll’s nicht mehr auf Dauer geben; geplante Aufgabe: ab 2016.

Vom Gebäude Stühmeyerstraße 33 will sich die Stadt ebenfalls 2013 trennen. Dort sind vorübergehend Obdachlose untergebracht, es steht unter Denkmalschutz. Überdies sollen nicht mehr genutzt werden: Immobilie Willy-Brandt-Platz 1-3 (angemietet für den Technischen Betrieb) und daneben das alte WAZ-Verlagsgebäude Willy-Brandt-Platz 8, das die Stadt gekauft hatte.

Vier Millionen Euro wären nötig, es zu sanieren. Untergebracht sind dort heute Teile vom Amt für Finanzsteuerung, vom Einwohner-, Sozial- und Jugendamt. Der größte Teil des Gebäudes steht leer. Und schließlich will sich die Stadt trennen von der Viktoriastraße 10 (Wirtschaftsförderung und Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet).

Neue Arbeitsplätze durch kleinere Büros

Alle Mietkündigungen und Verkäufe eigener Gebäude, alle Neuunterbringungen von Ämtern sind indes nur möglich, wenn das Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ) aufwändig saniert werden kann. „Zurzeit berechnet die Verwaltung Modernisierungs- und Finanzierungsmodelle. Bis Mai soll alles der Bezirksregierung vorgelegt werden.“

Denn sollte Arnsberg die Sanierung nicht genehmigen, muss die Stadt am Westring 28 und Willy-Brandt-Platz 1-3 und auch 8 festhalten. Das Gesundheitsamt gehört zu den Behörden, die mittelfristig ebenfalls ins BVZ sollen. Insgesamt ist geplant, dort Platz für zusätzlich 130 Arbeitsplätze zu schaffen, indem die vorhandenen Büros verkleinert werden.

Im Rathaus wäre eine Sanierung des Ostflügels notwendig; geschätzte Kosten: 4,4 Millionen Euro. Nord- und Südflügel zu renovieren, würde zusammen gar 18,4 Millionen Euro kosten. Landesmittel wie aus dem Konjunkturpaket für den Westflügel wird es nicht geben. Somit ruht die Planung für weitere Sanierungsmaßnahmen am Bochumer Rathaus.

 
 

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