Stadt Bochum spart bei den Hallenbädern

Sabine Vogt
Ab 1. Januar gelten in den Bochumer Hallenbädern verkürzte Öffnungszeiten, um Geld einzusparen. Foto: Thomas Gödde
Ab 1. Januar gelten in den Bochumer Hallenbädern verkürzte Öffnungszeiten, um Geld einzusparen. Foto: Thomas Gödde
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Ab Januar 2011 gelten verkürzte Öffnungszeiten für Bochums Hallenbäder. Montags schwimmen nur noch Schulen und Vereine.

Seit vor einem Jahr bekannt wurde, dass die Stadt aus Spargründen die Öffnungszeiten ihrer Hallenbäder um ein Drittel reduzieren will, kamen viele der jährlich über 700 000 Besucher ins Schwimmen.

„Die Proteste häuften sich, besonders darüber, dass die Bäder künftig montags geschlossen bleiben. Aber die Alternative zur Kürzung der Öffnungszeiten wäre nur gewesen, eines der fünf Bäder ganz zu schließen“, erklärt dazu Klaus Retsch, Leiter des Sport- und Bäderamtes.

Ein Jahr lang tüftelte eine Arbeitsgruppe an den Details. Vor gut zwei Wochen nun stimmte der Rat den Kürzungen zu (gültig ab 1. Januar 2011), mit deren Hilfe pro Jahr 630 000 Euro (20 Stellen bis 2015) eingespart werden sollen. Die maßgeblichen Veränderungen: Montags sind die vier Hallenbäder – das Unibad ist wegen der Renovierungsarbeiten noch bis nach den Sommerferien 2011 außen vor – nur noch für Vereine und Schulen zugänglich.

Erneute Protestwelle erwartet

Dienstags bis freitags verkürzt sich der Badebetrieb von bisher 7 bis 22 Uhr auf dann 7.30 bis 20.30 Uhr. Auch an den Wochenenden wird die Schwimmzeit gerafft. Samstags ist das Bad von 7.30 bis 15.30 Uhr offen, sonntags nur noch von 7.30 bis 13.30 Uhr. „Das haben wir dem Besucherverhalten angepasst“, erklärt Retsch.

Gleichwohl hält sich das Amt die Option auf Verschiebungen offen, entsprechend eines Antrags der FDP: „Wenn wir feststellen, dass nachmittags mehr Leute kommen, könnten wir die Öffnungszeiten nach hinten verlagern“.

Zurzeit wird mit den Vereinen, allen voran der DLRG, um Lösungen gerungen. Ziel ist es, ihnen den Schwimmbetrieb zu ermöglichen ohne den Einsatz städtischen Personals. „Ein Vertragsentwurf regelt auch die Haftung. Überdies werden die Vereine technisch geschult.“ Bis zur Unibad-Wiedereröffnung gelten die bestehenden Absprachen über Sonderzeiten, auch mit den Schulen. Die Freibadsaison unterliegt anderen Regeln, die noch erarbeitet werden,

Retsch und die 83 Mitarbeiter im Bäderbereich rechnen mit einer erneuten Protestwelle, sobald die kürzeren Öffnungszeiten in drei Wochen gelten.