Sperrung der A 40 sorgt für Verkehrschaos rund um den Ruhrpark in Bochum

Ein imposanter Anblick: Bagger reißen am Samstag die nicht mehr benötigte Bahnbrücke der ehemaligen Zeche Amalia auf der A40 ab.
Ein imposanter Anblick: Bagger reißen am Samstag die nicht mehr benötigte Bahnbrücke der ehemaligen Zeche Amalia auf der A40 ab.
Foto: Eberhard Franken
Um eine alte Eisenbahnbrücke abzureißen, musste der Ruhrschnellweg am Wochenende für den Verkehr abgeriegelt werden. Die böse Folge der Sperrung der A 40: große Staus auf den Ausweichstraßen rund um den Ruhrpark.

Bochum. „OPA“ kommt nach Werne. Nicht zu Besuch, sondern für immer. Auf der A 40 zwischen den Anschlussstellen Lütgendortmund-Langendreer und Werne-Gerthe-Ruhrpark wird sich der offenporige Asphalt (in der Fachsprache auch „OPA“ genannt) in Kürze breit machen und hoffentlich seinem zweiten Namen alle Ehre machen: Als sogenannter „Flüsterasphalt“ soll er auch die Lärmbelästigung verringern.

Vorerst allerdings war jede Menge Lärm angesagt. Von Freitagabend (21 Uhr) bis zum frühen heutigen Montagmorgen nämlich fiel die alte, nicht mehr benötigte Bahnbrücke der ehemaligen Zeche Amalia auf der zwischen den beiden Anschlussstellen voll gesperrten A40 dem Abbruchhammer zum Opfer. Das Bauwerk überbrückte die A40 an der Hölterheide, deren Anwohner vom Krach ebenso in Mitleidenschaft gezogen wurden wie die Bürger am Sanddornweg und Im Nörenberger Feld.

Nicht nur Lärm, sondern auch ein Verkehrschaos gab es u.a. auf dem Harpener Hellweg, der als Umleitung fungierte. Am frühen Samstagnachmittag ging es dort nur in Schrittgeschwindigkeit voran. Vor allem Richtung Ruhrpark bewegte sich die Blechlawine langsam voran. Anlieger Dieter Fröhlich auf der Stadtgrenze Dortmund/Werne machte gute Miene zum Verkehrslärm: „So etwas gab es hier noch nie. Das Schlimmste ist, dass man selbst nicht mehr wegkommt.“

Viel Geduld war gefragt

Rund um den Ruhrpark war viel Geduld angesagt. Fabian Schneekloth und sein Freund Falk wollten ins Einkaufszentrum. „Vom Werner Hellweg aus“, fluchten die Studenten, „haben wir eine halbe Stunde gebraucht.“ Dass der Werner Hellweg wegen einer Baustelle derzeit nur als Einbahnstraße befahrbar ist, verschärfte die Verkehrssituation zusätzlich.

Viele Autofahrer versuchten, dem Stau über Neben- und Wohnstraßen zu entkommen, was dem einen oder anderen Ortskundigen auch gelang. „Über Heroldstraße und Limbeckstraße“, so Schreinermeister Uwe Wolff, „rollt ohnehin gerade der Gegenverkehr, der den Werner Hellweg nicht passieren kann.“

Schaulustige auf den Brücken

Für den Einbau des OPA wird es auf der A40 zwischen dem 19. und 30. September noch weitere Behinderungen und einseitige Sperrungen geben, die sicher erneut in die Umgebung der A40 ausstrahlen. So viele Schaulustige wie beim Brückenabbruch wird die weitere Baumaßnahme allerdings kaum anlocken.

Auf den A40-Brücken Zum Berkenstück und Nörenbergstraße hielten immer wieder Schaulustige an, um den Abriss der Brückenpfeiler zu verfolgen – und über die leere Autobahn zu staunen.

 
 

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