SPD-Fraktion stützt Life-Geschäftsführer Lichtenberger

Das Gebäude der Life Jugendhilfe in Bochum- Weitmar.  Die Debatte über mögliche Schlüsse aus der Überprüfung von individualtherapeutischen Maßnahmen im Ausland hält an.
Das Gebäude der Life Jugendhilfe in Bochum- Weitmar. Die Debatte über mögliche Schlüsse aus der Überprüfung von individualtherapeutischen Maßnahmen im Ausland hält an.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Die Debatte über Schlüsse aus der Überprüfung von individualtherapeutischen Maßnahmen hält an. SPD stützt Fraktionsmitglied und Life-Geschäftsführer.

Bochum. Unterschiedliche Schlüsse ziehen die großen Parteien im Rat aus dem Bericht des Rechnungsprüfungsamts über sozialpädagogische Intensivmaßnahmen des Jugendamts. Während die CDU fordert, die Stadt müsse wegen Betrugsverdachts Strafanzeige gegen die Life GmbH und ihren Geschäftsführer Gerd Lichtenberger stellen, da diese einen Nachweis über die Qualifikation eines Mitarbeiters nicht vorgelegt haben, sieht die SPD Handlungsbedarf in Richtung der Verwaltung.

„Wenn man auf den Bericht schaut“, so SPD-Fraktionschef Dr. Peter Reinirkens, „habe ich erhebliche Bauchschmerzen, was die Ablauforganisation und die Umsetzung von Dienstanweisungen betrifft.“ Da gebe es viel Luft nach oben.

CDU will selbst Strafanzeige stellen

Wie im September, als die SPD die Annahme zweier Geldspenden ihres Partei- und Ratsmitglieds Lichtenberger in Höhe von 10.000 Euro verweigerte, sieht Reinirkens auch jetzt keinen Grund, politische Konsequenzen aus den Vorwürfen zu ziehen. „Ich kann nicht sagen, dass Herr Lichtenberger die Fraktion belastet.“ Er habe in der Fraktionssitzung „Hintergrundinformationen gegeben und angedeutet, dass er fündig geworden ist was die betreffenden Unterlagen zur Qualifikation eines früheren Mitarbeiters betrifft. Wir haben ihm dringend geraten, einen Weg zu finden, deutlich zu machen, dass die Vorwürfe einer Grundlage entbehren.“

Die CDU wiederholte ihre am Freitag gemachte Aussage, sie selbst werde Strafanzeige gegen Lichtenberger stelle, sollte die Stadt dies nicht tun. Der Verdacht liege nahe, dass Life sich für qualifizierte Fachkräfte habe vergüten lassen, aber nur minderqualifiziertes Personal eingesetzt habe. „Sollte dies zutreffen, wäre dies schlicht Betrug.“

 
 

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