Sparkassen-Giro auf einen Tag verkürzt

Sparkassen-Giro wird auf einen Tag verkürzt.
Sparkassen-Giro wird auf einen Tag verkürzt.
Foto: WAZ FotoPool
Die Sparkasse Bochum will ihren Giro in diesem Jahr auf einen Tag zusammenraffen. Als Termin ist der 5. August ausgeguckt worden. Veranstalter Mark Clausmeyer: „Wir mussten ihn verschieben, weil am 29. Juli das olympische Straßenrennen in London stattfindet.“

Bochum. Wie Annette Adameit, Leiterin der Abteilung Kommunikation, mitteilt, soll nun der Charakter des Straßenfestes mehr hervorgehoben werden. „Wir sind vor Jahren mit dem Anspruch gestartet, den Giro als UCI-Weltcuprennen (des Radsport-Weltverbandes) durchzuführen. In den letzten Jahren aber hat die Zahl solcher Rennen im Abschluss an die Tour de France stark zugenommen.“ Dadurch stünden Mannschaften mit namhaften Fahrern unter Termindruck, so dass es schwerer werde, noch bekannte Leute für Bochum zu verpflichten.

Die Sparkasse hat aber auch erkannt, dass das Publikumsinteresse an dieser Wochenend-Veranstaltung stetig abgenommen hat. „Die Hochzeit des Radsports ist vorbei“, sagt Annette Adameit. So soll versucht werden, mit einem Familienfest wieder mehr Zuschauer anzulocken.

Kein Anfang vom Ende

Dadurch, dass also kein Weltcuprennen mehr stattfindet, bei dem Profis Punkte sammeln können, sei es leichter, Fahrer zu finden. „Als Cadel Evans, Tour de France Sieger 2011, im letzten Jahr, im Derny-Rennen hinter den Motorrädern herfuhr, kam das gut an.“

Dass die Reduzierung auf nur noch einen Tag der Anfang vom Ende des Sparkassen-Giros bedeute, weist Mark Clausmeyer zurück. „Das ist allein die Planung für 2012. Wir werden sehen, wie sich diese neue Form der Veranstaltung bewährt.“ Er glaubt, dass gerade damit mehr Menschen angesprochen werden könnten. „Es ist doch wirklich für jede Altersgruppe etwas im Programm zu finden. Der Mini-Giro etwa kann dann besser eingebunden werden, die Bochumer sehen Radsport-Weltstars auf kleinerer Rundstrecke, dazu gibt’s Livemusik.“

Natürlich spiele auch der Etat eine Rolle. Wie viel für namhafte Fahrer ausgegeben werde, hänge mit deren Erfolgen zusammen. Insgesamt aber ist es für Sponsoren wie die Sparkasse günstiger, wenn nur ein Tag abgesperrt wird.

 
 

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