Sommercampus begeistert Schüler

Elisabeth Krotov (vorne im Bild) interessiert sich für ein naturwissenschaftlichen Studium.
Elisabeth Krotov (vorne im Bild) interessiert sich für ein naturwissenschaftlichen Studium.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Drei Tage lang können Oberstufenschüler an der Ruhr Universität Bochum in den Hochschulalltag reinschnuppern und sich als Studierende versuchen.

Bochum.. In den ersten Ferientagen vermutet man Jugendliche bei Temperaturen um die 30° C eher im Freibad als im Hörsaal. Doch bei über 100 Oberstufenschülern hat die Neugier gesiegt. Statt im kühlen Nass tummeln sie sich lieber beim „Sommercampus 2015“ an der Ruhr-Universität, wo sie vom 29. Juni bis zum 1. Juli ihren favorisierten Studiengang näher kennenlernen können.

„Wir haben auch in diesem Jahr wieder den Teilnehmerrekord geknackt“, sagt Projektleiterin Magdalena Zomerfeld. „Im letzten Jahr hatten wir noch 75 Teilnehmer, in diesem Jahr sind es jetzt 105. Die Zahlen steigen kontinuierlich an. Die Kurse sind alle ausgebucht.“ Längst nicht nur Bochumer Schüler wollen sich an der RUB umschauen, Teenager aus ganz Nordrhein-Westfalen melden sich an.

Fakultätsübergreifendes Projekt

„Wir hatten sogar eine Anmeldung aus Hannover“, sagt Magdalena Zomerfeld nicht ohne Stolz. Bei dem fakultätsübergreifenden Projekt können in jedem Workshop je nach Kapazitäten etwa 15 Teilnehmer den Studierendenalltag erproben.

Das „Junge Uni“-Team weiß genau, wie es den Nerv der zukünftigen Abiturienten trifft: Die Workshops tragen Namen wie „Ärger mit dem gekauften Handy“ (Juristische Fakultät) oder „How I met your mother – Aus dem Leben eines Kirchenvaters“ (Katholisch-Theologische Fakultät) und sind damit sowohl sprachlich als auch inhaltlich Teenager-kompatibel. Dr. Jacqueline Reinhard versichert jedoch: „Wir zeigen hier mit den Kollegen nur Inhalte, die so auch im Studium vorkommen. Hier arbeiten unter anderem Bachelor-Studenten an ihren Forschungsprojekten. Was hier geschieht, ist unser täglich Brot. Die Schüler sind mega-interessiert und haben Spaß!“ Dr. Jacqueline Reinhard leitet den Workshop „Stammzellen des Nervensystems - Kleine Helfer, live on stage!“ an der Fakultät für Biologie und Biotechnologie. Unter dem Mikroskop untersuchen die Schüler unter ihrer Anleitung Gewebezellen einer Netzhaut und gespendete Zellen aus einem operativ entfernten Hirntumor.

Elisabeth Krotov schnuppert bereits zum zweiten Mal in den Hochschulalltag hinein. Die 16-Jährige ist Schülerin am Dortmunder Stadtgymnasium und hat bereits die Dortmunder Hochschultage besucht. Dass sie im Bereich Biologie und Biotechnologie studieren will, das steht für sie schon jetzt fest: „Man beschäftigt sich darin mit natürlichen Dingen und erforscht Dinge, die wirklich passieren.“ Wo genau sie ihr Studium antreten will, weiß sie allerdings noch nicht. Erst einmal widmet sie sich wieder den Nervenzellen unter dem Mikroskop.

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