Sinkiewicz führte WAZ-Leser bis in die VfL-Kabine

Felix Groß
Dieser Spielertunnel schindet Eindruck – und ist in der Umgebung einzigartig: Der VfL hält den Gang in das Stadion im Flöz-Design.
Dieser Spielertunnel schindet Eindruck – und ist in der Umgebung einzigartig: Der VfL hält den Gang in das Stadion im Flöz-Design.
Foto: Ingo Otto
VfL-Profi Lukas Sinkiewicz und Bochums Pressesprecher Christian Schönhals haben jetzt elf WAZ-Leser durch die "heiligen" Gänge des rewirpowerStadions geführt. Im Rahmen der Aktion „WAZ öffnet Pforten“ bekamen die Teilnehmer einen Einblick wie es hinter den Kulissen des Klubs aussieht.

Bochum. Vor knapp 30 Jahren, als im damaligen Ruhrstadion alle vier Tribünenteile umgebaut wurden, war WAZ-Leser Horst Hegemann schon dabei. Als Vermessungstechniker beteiligte sich der Bochumer an der schnellen Realisierung des Bauvorhabens – und sah das Ergebnis, zumindest was das Innenleben dieser traditionsreichen Fußballstätte angeht, am Dienstag zum allerersten Mal. Hegemann war einer von elf WAZ-Lesern, die im Rahmen der Aktion „WAZ öffnet Pforten“ eine exklusive Führung durch das rewirpowerStadion gewonnen hatten. Diese wurde vom derzeit am Knie verletzten VfL-Kicker Lukas Sinkiewicz und Pressesprecher Christian Schönhals durchgeführt.

Schon kurios, dass es ein simples, weißes Blatt Papier im DIN A4-Format war, an dem die Leser während der zweistündigen Führung am längsten hängen blieben. Auf dem Strafenkatalog der VfL-Spieler nämlich schlagen für Vergehen aller Art gar drei- bis vierstellige Strafen zu Buche - da bekam manch einer recht große Augen.

rewirpowerStadion ist Stadion der kurzen Wege

Zu diesem Zeitpunkt, wir befinden uns gerade in einem Durchgang zwischen Mannschaftskabine und Fitnessraum, haben die Leser (im Übrigen so gut wie alle eifrige Stadiongänger) schon längst mitbekommen, dass das rewirpowerStadion ein Stadion der kurzen Wege ist. Nicht ohne Grund laufen sich die 45 Mitarbeiter der Geschäftsstelle und die Lizenzspieler häufig über den Weg, wie Schönhals zu Beginn der Führung treffend erklärt: „Wir zeigen Ihnen hier nicht nur unser Stadion, sondern auch unser Zuhause.“

Fussball

Und da dessen schönster sowie gemütlichster Teil meist das Wohnzimmer ist, durfte nach dem Probesitzen auf einem Teil der Ehrentribüne ein Gang auf den Grünen Rasen natürlich nicht fehlen. „Ganz besonders schön“, sagt Lukas Sinkiewicz, sei es dort natürlich, wenn „viele Zuschauer da sind“. Doch auch ohne Publikum war der Besuch auf dem sehr gut gepflegten Rasen, „für den wir“, so Schönhals, „häufig Lob erhalten“, eindrucksvoll genug.

Highlight beim Durchqueren des Spielertunnels

Ein weiteres Highlight war das Durchqueren des Spielertunnels, dessen Wände vor einiger Zeit umgestaltet wurden: Das Flöz-Design, das die Wurzeln der Region für die Fußballer allgegenwärtig machen soll, kam bei allen richtig gut an.

Und auch Alexander (9) hatte seinen Spaß: Im großzügigen, erst vor zwei Jahren eingeweihten Medienzentrum, das wie das gesamte Vereinsumfeld allemal erstligatauglich ist, durfte er auf den Podiumsplatz des Cheftrainers Platz nehmen - und fühlte sich für wenige Minuten wie Peter Neururer.

Nur ohne Kult-Schnäuzer eben.