Sie gaben ihr Wort und radelten zur Arbeit

Björn Frauendienst (RUB), Dr. Ernst Kratzsch, Andrea Koppe (ADFC) und Jürgen Schweppe (AOK).
Björn Frauendienst (RUB), Dr. Ernst Kratzsch, Andrea Koppe (ADFC) und Jürgen Schweppe (AOK).
Foto: WAZ FotoPool
Initiative der AOK Gesundheitskasse und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs „Mit dem Rad zur Arbeit“ mobilisierte 452 Mitarbeiter Bochumer Unternehmen: Hauptgewinner fuhr fast 5000 Kilometer und die Ruhr-Universität wurde als „fahrradaktivstes Unternehmen“ gewürdigt.

Bochum. Detlef Horn (57) wollte etwas für seine Gesundheit tun, die Muskeln stärken, sein krankes Knie entlasten. Da kam ihm die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2013“ der AOK Gesundheitskasse und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW gerade recht. Die Bedingung der Veranstalter: Wer gewinnen wollte, sollte von Juni bis August 20 Tage mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück radeln. „Ich war überrascht, weil ich gar nicht gedacht hätte, dass ich so viele Kilometer gefahren bin, um zu gewinnen“, sagte Horn am Montagabend in der AOK Nord-West, als er den Siegerpokal erhielt. Horn war einer von insgesamt 452 Radlern aus Bochumer Unternehmen. Am Ende winkten für über zwanzig ausgeloste Glückspilze allerlei Gewinne wie Fahrradhelme, Fahrradtaschen oder Fahrradcomputer.

Bei der Preisvergabe sprach auch der Schirmherr der Initiative, Baudezernent Ernst Kratzsch: „Die meisten Fahrten sind unter fünf Kilometer lang und müssten nicht mit dem Auto gefahren werden.“ Er wies daraufhin, dass der Radverkehr auch politisch zunehmend an Bedeutung gewinne.

Radfahren ist beliebt

Die wachsende Wichtigkeit des Radverkehrs in Bochum symbolisierte auch der Preis für die Ruhr-Universität (RUB) als „fahrradaktivstes Unternehmen“, den der Mobilitätsbeauftragte Björn Frauendienst entgegennahm. In den letzten zwei Jahren habe die RUB rund 300.000 Euro in das Thema Mobilität investiert: „Dabei haben wir das Fahrradverleihsystem ‘Metropolradruhr’ geschaffen, 450 Fahrradständer angeschafft und acht Fahrradboxen mit 180 Stellplätzen eingerichtet“, erläuterte er. Während die einen sich um eine gute Infrastruktur bemühten, traten die anderen in die Pedale. AOK-Niederlassungsleiter Jürgen Schweppe befand: „Mit dieser Aktion ist es uns gelungen, das Fahrrad mehr in den Alltag einzubinden.“

Und nicht nur das: Durch die Radfahrten der 452 Teilnehmer über insgesamt 174.000 Kilometer konnten 28,2 Tonnen CO-Ausstoß vermieden werden. Einen nicht geringen Anteil daran hatte Detlef Horn als Pokalsieger für die höchste Kilometerleistung. Horn fuhr an 59 Tagen je 85 Kilometer. Für seinen Weg von Schermbeck bis Bochum-Hamme brauchte er 1.45 Stunde und sammelte insgesamt 4985 Kilometer. „Die Erzbahntrasse nach Bochum ist super“, befand er. Auch Lars Jäger (31) weiß die Erzbahntrasse zu schätzen. Er fuhr an schnellen Tagen in 37 Minuten von der Zeche Zollverein in Essen zurück nach Ehrenfeld. Der Bochumer gewann den Hauptgewinn, ein nagelneues Fahrrad.

 
 

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