Selbstgebaute Mini-Rohrbombe in Bochum beschäftigt LKA

Die Polizei sperrte den Bereich um den qualmenden Baum ab.
Die Polizei sperrte den Bereich um den qualmenden Baum ab.
Foto: WAZ FotoPool
Neben einem qualmenden Baum fanden zwei Bochumer einen etwa zwanzig Zentimeter langen Sprengkörper. Die Polizei geht davon aus, dass "erlebnisorientierte Jugendliche" in der abgelegenen Gegend Bochums die Kraft der selbstgebauten Rohrbombe testen wollten.

Bochum. Ein qualmender Baumstamm in einer abgelegenen Gegend Bochums rief am Montagnachmittag das Landeskriminalamt auf den Plan. Zwei Bochumer, 46 und 50 Jahre alt, wurden auf den Rauch am Stallweg aufmerksam und riefen die Polizei. Neben dem noch brennenden Stamm lag ein selbstgebastelter Sprengkörper. Kurz zuvor hatten die beiden Zeugen aus der Richtung einen Knall gehört.

Die Polizei sperrte den Bereich sicherheitshalber weiträumig ab, geht aber mittlerweile von keiner größeren Gefahr aus. Bebauung gibt es an der Stelle nicht. "Das waren vermutlich erlebnisorientierte Jugendliche, die etwas ausprobieren wollten", sagt Polizeisprecher Marco Bischoff. Die noch unbekannten Täter hatten Sprengstoff in ein etwa zwanzig Zentimeter langes Rohr gefüllt und wohl versucht den Baum damit zu sprengen.

LKA untersucht den Sprengkörper

Die Feuerwehr löschte den kleinen Brand. Sachverständige des Landeskriminalamtes rückten an und nahmen die Mini-Rohrbombe mit, um die genaue Zusammensetzung und Sprengkraft zu untersuchen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Straftaten gegen das Sprengstoffgesetz. Zeugen- und Täterhinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter 0234/909-4110 (-4441 außerhalb der Geschäftszeit) entgegen.