Schüler rüsten Räder mit E-Motor um

Juergen Gruender und Dominik Fischer bauen während des Aktionstag Elekromobilitaet an der Matthias-Claudius-Schule in Bochum ein Fahrrad auf Elektroantrieb um. Foto: Marcus Simaitis
Juergen Gruender und Dominik Fischer bauen während des Aktionstag Elekromobilitaet an der Matthias-Claudius-Schule in Bochum ein Fahrrad auf Elektroantrieb um. Foto: Marcus Simaitis
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Auf die Sättel, fertig, los - beim Aktionstag Elektromobilität standen Fahrräder klar im Mittelpunkt. Im Keller der Matthias-Claudius-Schule (MCS) in Weitmar wurde am Samstag geschraubt, was das Zeug hielt, um normale Bikes zu elektrisch unterstützten Pedelecs umzubauen. Oben auf dem Schulhof konnte man sich dann in Rennen messen.

Insgesamt fünf Fahr- und ein Dreirad bauten die Jugendlichen der MCS-Juniorakademie zusammen mit Auszubildenden der TÜV-Nord Opel Bildung, Mitarbeitern der Hochschule Bochum, örtlichen Fahrradhändlern und Mitarbeitern von JeWo-Batterietechnik um. „Mehr könnten wir heute auch gar nicht bewältigen“, erklärte Schulleiter Volkhard Trust. Er wusste, wovon er sprach, denn auch sein Zweirad bekam ein neues elektrisches Herz. „Da muss viel improvisiert werden“, meinte er.

„Die E-Bikes muss man wie Roller oder Motorräder anmelden“

Bereits zum zweiten Mal fand der Aktionstag Elektromobilität nun in der Gesamtschule statt, „mittlerweile sind wir hier etabliert“, fand Stephan Menke von Opel Bildung. Auch im Opelwerk findet der Aktionstag regelmäßig statt - meist im Frühjahr. Ein Ziel sei es, Jugendlichen den Spaß an der Technik zu vermitteln, erklärte Menke. „Außerdem zeigen wir neue Wege der Fortbewegung auf“, schloss er.

Wie vielfältig diese Wege sind , das konnte man auf dem Schulhof sehen. Jewo-Batterietechnik präsentierte dort ihr Portfolio „Lautlos durch Bochum“. Neben den Pedelecs, bei denen der Motor nur beim Treten mithilft, gab es dort auch E-Bikes und elektrische Pkw. „Die E-Bikes muss man wie Roller oder Motorräder anmelden“, erklärte Daniel Backwinkel von Jewo-Batterietechnik, „die fahren um die 40 Stundenkilometer“. Noch etwas schneller sind die Pkw – sogar ein Nutzfahrzeug war ausgestellt: der „EcoCarrier“.

Ein besonderes Pedelec gab‘s auch noch: das „Draisin“-Dreirad der körperlich beeinträchtigten Lea. Gemeinsam mit Mechanikern und ihrem Vater baute sie den E-Motor ein, damit sie das Rad selbst bewegen kann.

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