Schüler mit Dr.-Otto-Ruer-Preis ausgezeichnet

Der Freundeskreis Bochumer Synagoge verlieh am Sonntag zum zweiten Mal in der Bochumer Synagoge den Dr.-Otto-Ruer-Preis an Schülergruppen. Aus Bochum war in diesem Jahr das Wattenscheider Hellweggymnasium mit dabei.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch betonte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der auch Schirmherr des Preises ist, die Verpflichtung, nicht nur an die Opfer der Judenvernichtung zu erinnern, sondern auch die wertvollen Beiträge jüdischer Mitbürger über Jahrhunderte hinweg für unser Land zu würdigen. Anschließend zeichneten die Jurymitglieder im Paul-Spiegel-Saal der Synagoge insgesamt sechs Schüler-Arbeiten zur Biografie einer bekannten jüdischen Persönlichkeit aus dem Ruhrgebiet mit einem Preis aus.

Der mit 750 Euro dotierte 1. Preis ging zum zweiten Mal an die Realschule Grünstraße in Hattingen. Mirjam Drüeke-Bockelmann überreichte ihn dem evangelischen Religionskurs der 9b, der einen Film, ein Facebookprofil und einen Ausstellungskatalog für die Hattinger Silberschmiedin Emmy Roth erstellt hat.

Den mit 500 Euro dotierten 2. Preis überreichte Lothar Gräfingholt der 9a des Wattenscheider Hellweg-Gymnasiums. Die Schüler hatten sich mit der Biografie der Bochumer Lehrerin Else Hirsch beschäftigt und sie in einer Schulveranstaltung mit Ausstellung vorgestellt. Geplant sind weitere Ausstellungen, unter anderem in der Sparkasse Wattenscheid-Mitte.

Den mit 300 Euro dotierte 3. Preis überreichte Peter Reinirkens dem Städtischen Gymnasium Eickel. Die Klasse 9a hat ein fiktives Tagebuch der Marianne Strauß-Ellenbogen geschrieben. Einen von zwei mit jeweils 200 Euro dotierten 4. Preisen überreichte Dr. Heinz Niggelmann dem Gymnasium Waldstraße in Hattingen. Roman Domnin zeichnete die Mont-Cenis Schule in Herne mit dem zweiten 4. Preis aus. Die Hattinger Schüler haben ein fiktives Tagebuch des Rabbiners Dr. Hans Andorn geschrieben. Die Herner Musikklasse 8 widmete sich dem Bochumer Kantor Erich Mendel. Die Jahrgangsstufe 13 derselben Schule erstellte ergänzend Schautafeln über Mendels große Sammlung jüdischer Musik.

 
 

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