Schnee behindert Busse in Bochum

An einigen Haltestellen war es so glatt, dass es zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten kam.
An einigen Haltestellen war es so glatt, dass es zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten kam.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Einige Haltestellen konnten nicht angefahren werden. Besonders der Süden war betroffen. Polizei meldet wenige Unfälle. „Bochumer waren vorsichtig“.

Bochum.. Die Bogestra kämpft gegen den Schnee an: Der Wintereinbruch hat am Montag im Bus- und Straßenbahnverkehr zu erheblichen Verspätungen geführt. Am frühen Morgen konnten einige Haltestellen nicht angefahren werden.

„Ob ein Fahrer eine Haltestelle anfährt, entscheidet er selbst vor Ort“, sagt Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns. Grundsätzlich gelte: Wo kein Auto vorbeifährt und der Schnee nicht geräumt ist, bräuchte man auch mit keinem Bus rechnen. Besonders im Bochumer Süden, zwischen 5 und 8 Uhr in der Früh, mussten dies gestern einige Fahrgäste erleben. Betroffen von Verspätungen und Ausfällen waren vor allem die Linien 353, 354, 390 und 356. Letztere hatte ab der Ruhr-Universität 30 Minuten Verspätung. „Die Straßen waren einfach zu glatt“, so Sandra Bruns.

Einwohner helfen sich gegenseitig

Von ausgesetzten Haltestellen wurden die Fahrgäste laut Bogestra allerdings kaum überrascht. „Es sind jedes Jahr die gleichen Haltestellen. Unsere Fahrgäste haben Erfahrungswerte.“ Bei so einem Wetter würden sich viele Leute auf die geänderten Fahrten einstellen können. „Und das tun sie auch.“

Eine WAZ-Leserin bestätigt auf Facebook: „In Sundern fährt bei solchem Wetter nie etwas. Da gewöhnt man sich dran.“ Ihr Plan B: Mit Verwandten oder Nachbarn absprechen und sich gegenseitig helfen. „Zur Not muss man halt per pedes durch den Wald.“

Bochumer sind vorsichtig gefahren

Während die Bogestra mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, lief bei dem Umweltservice (USB) alles „im Bereich des Normalen“, wie Unternehmenssprecher Jörn Denhard bestätigte. Ab 4 Uhr morgens sorgten Streufahrzeuge für rutschfeste Straßen, ab 6 Uhr waren Handstreuer unterwegs, um 9 Uhr konnte der Bereitschaftsdienst der 70 Mitarbeiter bis auf regelmäßige Kontrollfahrten beendet werden. Einzig bei der Wirkung des Streusalzes habe es Verzögerung gegeben - wegen des geringen Berufsverkehrs. „Wenn man Salz auf Schnee wirft, dann hilft es, wenn viele Leute unterwegs sind und das Salz durch die Reifen eingefahren wird“, so Denhard.

Wetterbedingte Unfälle hat es wenige gegeben. „Die Bochumer Verkehrsteilnehmer haben sich gut ans Wetter angepasst und waren offensichtlich sehr vorsichtig unterwegs“, sagte ein Sprecher der Polizei. In der Zeit von 4 bis 9 Uhr morgens zählten die Beamten vier Zusammenstöße – zwei davon an einer besonders glatten Stelle am Donezk-Ring, Abfahrt Stahlhausen/Hamme, zwei weitere, die laut Polizei mit Winterreifen vermutlich hätten verhindert werden können.

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