Fall Sami A. – SPD-Mann Kutschaty in Sorge: „Wir müssen schon damit rechnen, dass Sami A. demnächst wieder in Bochum herumläuft

Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass Sami A. aus Tunesien zurückzuholen ist. (Symbolbild)
Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass Sami A. aus Tunesien zurückzuholen ist. (Symbolbild)
Foto: imago/Rüdiger Wölk

Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) rechnet damit, dass der zu Unrecht abgeschobene Islamist Sami A. bald zurück nach Bochum kommt. Zwar könne der 42-Jährige Tunesien wegen der dort laufenden Ermittlungen gegen ihn derzeit nicht verlassen. Einen dringenden Tatverdacht hätten die tunesischen Behörden aber offensichtlich nicht, „sonst wäre er ja inhaftiert worden“, sagte der frühere NRW-Justizminister am Donnerstag im WDR5-Interview.

Sami A. ist auf freiem Fuß. „Das heißt, wir müssen schon damit rechnen, dass Sami A. demnächst wieder in Bochum herumläuft.“ Dort lebte der Islamist in den vergangenen Jahren mit Frau und Kindern.

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Letztlich sei die Situation dann schlechter als vor der Abschiebung, als der 42-Jährige in Abschiebehaft saß. „Da saß er trocken, gut und sicher. Wenn er jetzt nach Deutschland zurückkommt, dann wird er nicht wieder in der Abschiebeanstalt sitzen, sondern dann wird er als freier Mann in Bochum rumlaufen. Und das ist natürlich schon ein großes Problem“, sagte Kutschaty.

Der von den Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder eingestufte Sami A. war am 13. Juli nach Tunesien abgeschoben worden. Zu Unrecht, wie das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht am Mittwoch letztinstanzlich entschied. Die deutschen Behörden müssen den 42-Jährigen nun nach Deutschland zurückholen. (dpa)

 
 

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