Runderneuerter Ruhrpark in Bochum ist jetzt eröffnet

Der neu gestaltete Ruhrpark: Mit 115.500 Quadratmetern Mietfläche gilt er als Deutschlands größtes Open-Air-Einkaufszentrum.
Der neu gestaltete Ruhrpark: Mit 115.500 Quadratmetern Mietfläche gilt er als Deutschlands größtes Open-Air-Einkaufszentrum.
Foto: FUNKE Foto Services
Ein Mega-Projekt: 150 Millionen Euro hat die Modernisierung des Ruhrparks in Bochum gekostet. 157 Geschäfte sollen zwölf Millionen Kunden anlocken.

Bochum.. „Das ist ja kaum wiederzuerkennen!“ Gerhard und Beate Stronczek flanierten am Mittwoch zum ersten Mal seit drei Jahren wieder durch den Ruhrpark. Das Ehepaar war baff erstaunt: Das Einkaufszentrum in Harpen hat sich nach 50 Jahren noch einmal neu erfunden.

150 Millionen Euro hat der Ruhrpark-Eigentümer Unibail-Rodamco (Europas größtes börsennotiertes Immobilienunternehmen) in den vergangenen vier Jahren in die Neugestaltung investiert. Der Ruhrpark sei nun „die führende Lifestyle-Destination im Ruhrgebiet“, sagte Vorstand Dr. Karl Reinitzhuber am Mittwochnachmittag vor der Presse, bevor am Abend die offizielle Wiedereröffnung mit rund 500 geladenen Gästen gefeiert wurde.

Modernes Einkaufszentrum

Luftig, großzügig, elegant, mitunter nobel anmutend: Der Ruhrpark hat die letzten Reste seines 60er- und 70er-Jahre-Charme abgelegt. Entstanden ist – nach den Plänen französischer Architekten und Designer – ein Einkaufszentrum modernen Stils. Hingucker sind vor allem die weißen Überdachungen, die an japanisches Origami angelehnt sind und den Boulevardcharakter wirkungsvoll unterstreichen. Mitsamt der neuen Südmall erstreckt sich die vermietete Fläche auf über 115.500 Quadratmeter.

Es gibt 157 Geschäfte – darunter internationale Top-Modemarken, die vor allem das Herz vieler Kundinnen höher schlagen lässt. Dem selbst gesetzten 4-Sterne-Standards genügt auch das Umfeld u.a. mit Toiletten, die eher wie eine Lounge denn wie ein Lokus aussehen, und einem (längst überfälligen) Kinderspielplatz. Das WLAN ist ebenso kostenlos wie die 4800 Parkplätze. Gesorgt wurde auch für ausreichend Sitzplätze ohne Verzehrzwang – auch wenn die futuristisch gestalteten Sitze vor allem für manch ältere Einkäufer gewöhnungsbedürftig sein dürften. Die immerhin freuen sich über eine Tradition, die gewahrt wurde: Das Zelt als Wahrzeichen des Ruhrparks blieb erhalten – wenn auch in leuchtendem Weiß statt in Gelb.

Mit 2000 Beschäftigten ist das Zentrum auch ein bedeutender Arbeitgeber. Jährlich zwölf Millionen Kunden werden im „neuen“ Ruhrpark erwartet: zwei Millionen mehr als bisher. Ausdrücklich sehe man sich nicht in Konkurrenz zur Bochumer Innenstadt, sondern als deren „Kooperationspartner“, betont der Unibail-Rodamco-Vorstand und lobt: „Die Kunden haben während der langen Bauzeit trotz mancher Erschwernisse zu uns gehalten. Schön, dass wir den rundum erneuerten Ruhrpark nun wieder an Bochum zurückgeben können.“

 
 

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