Bochum

Mann erstickt bei Raub in Bochum: So beschreibt die Lebensgefährtin (71) die Täter

Die Spurensicherung konnte bislang keine Einbruchsspuren feststellen.
Die Spurensicherung konnte bislang keine Einbruchsspuren feststellen.
Foto: dpa

Bochum. Zwei Tage nach dem brutalen Raub mit Todesfolge in Bochum gibt es noch immer viele Fragezeichen. Wer sind die Täter? Warum gibt es keine Täterbeschreibung? Wieso flüchteten sie nicht, als das Pärchen nach Hause kam? Und warum musste der Hauseigentümer (†68) sterben?

Auf ein paar Fragen gibt es mittlerweile Antworten, nachdem die Ermittler der Mordkommission die Lebensgefährtin (71) des Verstorbenen befragen konnten.

Brutaler Raub in Bochum: Tortur dauerte mehrere Stunden

Weil die 71-Jährige unter Schock stand, konnte sie erst mit Abstand zur Tat vorsichtig befragt werden, erklärt Polizeisprecher Volker Schütte.

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Ihre Aussage bringt etwas Licht ins Dunkel der Tat. Doch sie wirft auch neue Fragen auf.

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So beschreibt die 71-Jährige den Tathergang

So gab die schwer gehbehinderte Bochumerin an, mit ihrem Partner gegen 15.25 Uhr nach Hause gekommen zu sein. Als sich ihr Lebensgefährte im Garten aufhielt, standen plötzlich zwei maskierte und dunkel gekleidete Männer vor ihr.

Das Duo brachte sie zu Boden und deckte sie mit Kleidungsstücken zu. Danach passten die Männer, die ihrer Wahrnehmung nach nicht deutsch sprachen, ihren Partner ab und fesselten ihn.

Räuber halten Bochumer Paar stundenlang fest

Noch bis mindestens um 17.30 Uhr nahmen sich die Kriminellen Zeit, um alle Etagen der Doppelhaushälfte intensiv zu durchsuchen.

Wonach sie so lange gesucht hatten und warum sie zuließen, dass der Mann erstickte, ist völlig unklar.

Außerdem ist offen, wie und wann die Einbrecher überhaupt in das Haus gelangten: „Es gibt keine offensichtlichen Einbruchsspuren“, so Volker Schütte. Also keine eingeworfene Fensterscheibe, oder eine ausgehebelte Tür. Der Tatort werde weiter nach Spuren untersucht.

Verstärkte Mordkommission fahndet nach Tätern

Fest steht: Die Täter sind weiter auf der Flucht. Die Mordkommission wurde verstärkt. Mittlerweile arbeiten 20 Beamte ausschließlich an diesem Fall, sagt der Polizeisprecher.

Nach dem Zeugenaufruf hat es viele Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, denen nun nachgegangen wird.

Polizei appelliert an Bevölkerung

Für neue Zeugenhinweise hat die Mordkommission eine neue Rufnummer eingerichtet. Unter 0234 / 909-5036 ist die „MK Hordel“ nun rund um die Uhr zu erreichen.

Die Beamten appellieren an mögliche Zeugen, sich in jedem Fall zu melden: „Auch jeder noch so kleine Hinweis kann zur Aufklärung dieses brutalen Verbrechens führen!“

 
 

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