Raststätte Beverbach und Fördergerüst in Bochum offiziell eröffnet

Die Raststätte Beverbach liegt genau auf der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Bochum.
Die Raststätte Beverbach liegt genau auf der Stadtgrenze zwischen Dortmund und Bochum.
Foto: Ralf Rottmann
Der Vorstandschef von Aral, Stefan Brok, übergab das Sechs-Millionen-Projekt gemeinsam mit Architekt Manfred Beier der Öffentlichkeit. Innovatives Gebäude ist dank Solar, Photovoltaik und begrünten Dächern energieneutral. Spielplatz bietet Spaß auch für Kinder im Rollstuhl.

Bochum.. Noch sind die Stauden auf einem Flachdach der Raststätte Beverbach klein, doch bald schon werden sie dicht gewachsen sein. Im Frühling sollen die Pflanzen sogar Blüten treiben.

„Ein Hauptvorteil der begrünten Dächer ist, dass sie die Aufhitzung des Innenraums um fünf bis zehn Prozent reduzieren“, erläuterte Architekt Manfred Beier aus Bad Hersfeld. Er hat die neue Raststätte zwischen Bochum und Dortmund entworfen.

Die Pflanzen auf dem Dach sind Teil seines ausgeklügelten Konzepts, das Gebäude energieeffizient zu bauen. Des Weiteren gehören dazu eine Solaranlage und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wie auch der Einsatz von LED-Leuchtmitteln auf der gesamten Anlage. Das Gebäude sei, so Beier, energieneutral.

Am Montag übergab der BP/Aral-Konzern die neue Raststätte „Beverbach“ an der A40 Richtung Dortmund offiziell der Öffentlichkeit. Zwar ist der lang ersehnte Tank- und Rastplatz zwischen Venlo und Dortmund schon seit wenigen Wochen in Betrieb, doch erst jetzt ist er den Besuchern ganz zugänglich.

Endlich dürfen die Reisenden das rund 16 Meter hohe Fördergerüst auf zwei Ebenen betreten und ihren Blick in die Ferne schweifen lassen. Genau das taten an diesem sonnigen Montagmorgen Fritz und Monika Weindorf, die aus Lütgendortmund hergefahren waren, um die neue Raststätte zu besichtigen. „Ich würde sagen: optimal. Es war notwendig und wichtig und ich finde es wirklich schön“, lobte Fritz Weindorf.

Zwei Restaurantkonzepte und viel mehr

Nach knapp einem Jahr Bauzeit präsentieren Architekt Manfred Beier und der Vorstandsvorsitzende von Aral, Stefan Brok, den Abschluss des Sechs-Millionen-Euro-Projekts an der A40.

In seiner Rede betonte auch Brok die nachhaltige Bauweise. „Für den Innenbereich wurden natürliche Materialien wie Holz, Glas und begrünte Wände eingesetzt. Im Außenbereich dominieren ebenfalls natürliche Materialien aus der Region: Tonplatten, Holz, Kies, Sand sowie die Dachbegrünung“, schilderte er. Es sei das erste Mal, dass bei einer Tankstelle das ganze Paket dieser umweltbewussten Maßnahmen umgesetzt werde.

Die neue Raststätte bietet auf 285 Quadratmetern zwei Restaurantkonzepte, Shop und Sanitäranlagen inklusive Duschkabinen für Fernfahrer. In der ersten Etage finden Autofahrer Polstermöbel und einen abgetrennten Konferenzbereich.

„Für den ganzen Erholungsbereich war es uns sehr wichtig, dass er von der Autobahn abgewandt liegt“, so Architekt Beier. Besonders erwähnenswert: Der Spielplatz liegt an einem ebenerdigen Wasserspiel und bietet eine Schaukel und ein Karussell für Kinder im Rollstuhl – eine Idee des Architekten Manfred Beier .

 
 

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