Protest gegen Plakat der Band Freiwild

Das große Werbeplakat für das Album der Band Freiwild sorgt weiterhin für Unmut. Freiwild wird eine Nähe zu rechtem Gedankengut nachgesagt. Nach den Linken und den Jusos kritisierten am Freitag auch die Grünen und das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur das Plakat, das am Parkhaus P7 am Hauptbahnhof hängt.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Cordes will sich im Aufsichtsrat der EGR dafür einsetzen, dass das Plakat entfernt wird. „Ich will, dass alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Plakat zu entfernen. Der Vertrag mit dem Werbeflächenvermarkter muss so gestaltet werden, dass solche Vorkommnisse in Zukunft ausgeschlossen sind. Es kann nicht sein, dass auf städtischen Flächen für Auffassungen geworben wird, die dem weltoffenen Charakter Bochums widersprechen“, so Wolfgang Cordes. Zudem seien wegen der Standorte der Ruhruniversität in der Innenstadt immer mehr Studierende dort unterwegs - viele von ihnen kämen aus dem Ausland. „Gerade auf sie muss diese Werbung wie eine Provokation wirken“, so Cordes.

Auch das Forum für Antirassismus und Kultur protestiert und spricht im Falle von Freiwild von einer Kultur des Rassismus und von nationalistischem Gedankengut. Zudem kritisiert das Forum, dass niemand die Verantwortung übernehmen wolle: „Weder die Verantwortlichen bei der Stadt noch die städtische Betreibertochter des Parkhauses, die EGR, haben bisher widersprochen.“

 
 

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