Bochum

Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen soll wieder für den Pkw-Verkehr freigegeben werden

Die Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen dient als wichtige Verbindung über die Ruhr.
Die Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen dient als wichtige Verbindung über die Ruhr.
Foto: Stadt Bochum

Bochum. In der Vergangenheit hatte die Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen für viel Ärger gesorgt. Weil viele Autofahrer die Einbahnstraßenregelung oder Rote Ampel missachteten, galt der Verkehrsversuch als gescheitert. Der Verkehr auf der Brücke wurde eingestellt. Sie dient jedoch als wichtige Verbindung über die Ruhr, Autofahrer mussten große Umwege in Kauf nehmen.

Nun hat die Stadt Bochum verkündet, dass im März die Arbeiten aufgenommen werden sollen. Ihr Ziel: Die dauerhafte Öffnung für den Pkw-Verkehr.

Acht-Punkte-Plan für Pontonbrücke in Bochum beschlossen

Die Stadtoberhäupter von Essen, Hattingen und Bochum und der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises hatten im Sommer 2018 den ehrgeizigen Acht-Punkte-Plan entwickelt.

Am Montag stellten sie die Planungen vor. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen sollen die Brücke nicht überqueren. Ebenfalls soll gewährleistet werden, dass es zu keinen gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Fahrzeugen im angrenzenden Bahnübergang mehr kommt.

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Neue Ampeln, Blitzer und Verkehrshelfer

Die Idee: Auf beiden Seiten der Brücke wird der Verkehr künftig mithilfe neuer Ampeln geleitet, Radfahrern wird eine Vorrangschaltung eingeräumt. Die Einhaltung der Rotlichtphasen wird mit zwei stationären „Blitzern“ kontrolliert.

An den Ampeln werden darüberhinaus Schilder angebracht, die Autofahrer auf mögliche längere Wartezeiten hinweisen, die entstehen können, wenn die Schranken am Bahnübergang geschlossen sind. Durch Betonelemente wird die Einmündung der Brücke so verengt, dass keine Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dort einbiegen können.

Die Brücke kann von Bochumer Seite nur aus südlicher Richtung über die in eine Einbahnstraße umgewandelte Lewackerstraße angefahren werden. Während der Sommermonate, in denen besonders viel Fahrradverkehr zu verzeichnen ist, werden Verkehrshelfer die Einhaltung der Regelungen beobachten.

Kostenpunkt: 615.000 Euro

Die Kosten für die Umsetzung: 615.000 Euro. Die Summe teilen sich die Kommunen und der Ennepe-Ruhr-Kreis. Während der Bauzeit bleibt die Brücke für Fußgänger und Radfahrer geöffnet, die Lewackerstraße muss allerdings in diesem Zeitraum für den Pkw-Verkehr gesperrt werden. (mb)

 
 

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