Bochum

Pontonbrücke Dahlhausen: Widerstand gegen Sperrung regt sich - gibt es doch noch Hoffnung für Autofahrer?

Die Pontonbrücke ist am Mittwoch, 21.02.2018 in Bochum Dahlhausen für den Autoverkehr gesperrt.
Die Pontonbrücke ist am Mittwoch, 21.02.2018 in Bochum Dahlhausen für den Autoverkehr gesperrt.
Foto: Ingo Otto/Funke Foto Services / Ingo Otto
  • Die Pontonbrücke bei Dahlhausen soll nach dem missglückten Test, sie für den Verkehr zugänglich zu machen, dauerhaft gesperrt werden
  • Nun regt sich politischer Widerstand

Bochum. Es war eine Nachricht, die viele Bochumer und Essener gleichermaßen geschockt hatte: Der Test, die Pontonbrücke bei Dahlhausen für den Verkehr zu öffnen, ist fehlgeschlagen - die denkmalgeschützte Brücke soll dauerhaft gesperrt bleiben.

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An dieser Entscheidung, mit der die Stadt Bochum der Empfehlung eines Ingenieurbüros gefolgt war, hat sich aus Sicht des Tiefbauamtes (Stand Montag) nichts geändert. Das Ingenieurbüro hatte die Sperrung empfohlen, da sich zu viele Verkehrsteilnehmer nicht an rote Ampeln gehalten hatten und einfach gefahren waren.

Widerstand auf beiden Seiten

Auf beiden Seiten der Brücke regt sich allerdings nun Widerstand gegen diese Entscheidung. Viele Bürger hatten zuvor bereits bei Facebook ihrem Unmut Luft gemacht. Einige von ihnen sprachen von „Sippenhaft“, da die Brücke wegen der Verfehlungen einiger Autofahrer nun für alle gesperrt würde.

Unlängst hat sich in Bochum die Bezirksvertretung Bochum-Südwest mit dem Thema befasst. Dort forderten die Mitglieder aller Fraktionen, die Verwaltung solle noch einmal über die Sperrung der Brücke nachdenken. Auch Lösungsansätze wurden genannt: beispielsweise eine Anlage mit Schranken, oder auch Standblitzer. Warum ein Rotblitzer nicht funktionieren kann, hat das Tiefbauamt im Gespräch mit DER WESTEN erklärt.

Auch bei den Bezirksvertretern der Ruhrhalbinsel wird es am Dienstag, 6. März um das Thema Pontonbrücke gehen, dabei wird eine Stellungnahme der Stadt Bochum erwartet. Wir berichten weiter.

 
 

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