Platz des europäischen Versprechens als besonderes Geschenk

Markus Rensinghoff
Konzeptkünstler Jochen Gerz auf der Pressekonferenz in der Christuskirche Bochum über die Hintergründe und Umstände seines Projektes "PK Platz des Europäischen Versprechens".
Konzeptkünstler Jochen Gerz auf der Pressekonferenz in der Christuskirche Bochum über die Hintergründe und Umstände seines Projektes "PK Platz des Europäischen Versprechens".
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Platz des europäischen Versprechens wird am Freitag offiziell eröffnet. Zuvor gab es noch eine Pressekonferenz mit dem Konzeptkünstler.

Bochum. Am Ende war dann auch noch eine Firma für Höhenarbeiten aus Münster an der Christuskirche aktiv. Sie entfernte Grünzeug an der Kirche. Diese Arbeiten aber gehörten nicht mehr zu den Arbeiten auf dem Weg zur Eröffnung des Platzes des europäischen Versprechens vor der Christuskirche. Es hätte aber keinen verwundert, wenn das dazu gehört hätte. Elf Jahre hat es von der Idee bis zur finalen Umsetzung gedauert. 3,35 Millionen Euro, 1,575 Millionen Euro davon beigesteuert von der Stadt, der Rest mit Fördergeldern finanziert, hat er gekostet. Am Freitag, 11. Dezember, wird der Platz um 17 Uhr nun offiziell freigegeben. Er leuchtet dann blau.

Extrakosten sind durch die sogenannte Effektbeleuchtung nicht entstanden, werden nicht entstehen. Die Stadtwerke haben die in den Boden eingelassen Lampen entwickelt und eingebaut und werden auch die Wartung übernehmen. 2011 wurden sie einmal zur Probe eingeschaltet. Seitdem waren sie aus. Am Dienstag, als das Projekt noch einmal der Presse vorgestellt wurde, wurden sie extra eingeschaltet. In Zukunft werden sie zusammen mit der Straßenbeleuchtung angehen.

Die Lampen werden einen Platz in blaues Licht tauchen, der nun auch offiziell einen Namen hat: Platz des europäischen Versprechens. Der Rat hat das abgesegnet. „Lange war“, so sagte es Thomas Wessel, Pfarrer der Christuskirche, „der Platz ein Nicht-Ort, ein Parkplatz. Nun habe, so ergänzte Stadtbaurat Markus Bradtke, der vor Jahren in der Jury saß, die die Idee von Konzeptkünstler Jochen Gerz prämierte, „ein Platz mit Bedeutung, ein besonderes Geschenk, das die Stadt bekommen hat“.