Bochum

Phantom trieb sein Unwesen im Ruhrgebiet und vergewaltigte mindestens 22 Frauen – ein Ermittler blickt zurück

Fußweg an der Universitätsstraße, unweit der Haltestelle Markstraße.
Fußweg an der Universitätsstraße, unweit der Haltestelle Markstraße.
Foto: Marie Todeskino

Bochum. Acht Jahre lang, zwischen 1994 und 2002, hat ein Unbekannter in Bochum mit Vergewaltigungen für Angst und Schrecken gesorgt.

Ralf Brüggemann, damals Teil der „Ermittlungskommission Messer“, leitet heutzutage die Polizeiwache Bochum Ost. Er erklärt aktuell im Gespräch mit der WAZ: „Ich bin 40 Jahre bei der Polizei. Das waren die aufregendsten, erfahrungsreichsten und intensivsten Jahre.“

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Obwohl der bis heute Unbekannte seine DNA am Tatort hinterließ, konnte die „Ermittlungskommission Messer“ der Polizei den Serientäter nicht festnehmen.

Es wurde sogar Technik der Bundeswehr genutzt, um den Mann an den Orten aufzuspüren, an denen er sein Unwesen trieb und 10.000 Männer hatten sich einem Gentest unterziehen müssen. Ein Ermittler von Scotland Yard half sogar bei dem Fall. Nichts.

12-Jährige war unter den Opfern

Unter den Opfern des sogenannten „Uni-Phantoms“ war auch eine 12-Jährige, die der Mann in Sprockhövel mit einem Messer bedrohte und ihr sagte, dass er sie töten würde, falls sie nicht tue, was er verlangt.

„Die ganze Uni war betroffen, die Bogestra, ein ganzer Stadtteil“, erklärt Brüggemann. Die Unsicherheit habe sich auf die ganze Stadtbevölkerung übertragen und „Jeder hat sich Sorgen gemacht.“

15 von 22 bekannten Taten verjährt

Mehr als 100 Beamte seien jeden Abend im Bereich der Uni eingesetzt worden. „Trotzdem ist es uns nicht gelungen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein“, erklärt Brüggemann.

Seit 2002 ist die Vergewaltigungsserie abgerissen. Warum, ist unklar und 15 der 22 bekannten Taten sind bereits verjährt. Den ganzen Artikel der WAZ findest du >>>>> hier. (jp)

 
 

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