Patienten brauchen Informationen

Dr. Karl Blum ist Arzt im Palliativnetz Bochum. WAZ-Mitarbeiter Dominik Lenze hat mit ihm über die Debatte um die medizinische Behandlung am Lebensende gesprochen.

Teilen Sie die Kritik von Matthias Thöns?

Es ist vernünftig, auf diese Probleme aufmerksam zu machen und natürlich ist da auch was dran. Es ist aber ein komplexes Thema, da darf man nicht nur Schwarz-Weiß sehen.

Was ist die besondere Herausforderung für Ärzte in dieser Situation?

Es ist schwierig, den Patienten zu erreichen, wenn er die Diagnose bekommen hat. Natürlich gehen ihm tausend Dinge durch den Kopf. Oft gibt es bei vielen nur den Überlebensinstinkt. Patienten, die schon Erfahrungen, zum Beispiel mit einer Chemo-Therapie haben, denken oft anders.

Was müsste sich verbessern?

Man muss den Patienten mit genug Informationen versorgen, damit sie auf dem gleichen Wissensstand entscheiden können, wie der Arzt. Und man sollte den Patienten so viel Zeit wie möglich für ihre Entscheidung einräumen, damit sie sich bei anderen Ärzten, Verwandten und Freunden Rat holen können.

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen