Party auf dem neuen Platz

Schnipp-schnapp kurz vor dem Start in die Freiluftsaison: Der Konrad-Adenauer-Platz ist fertig, nachmittags hieß es dann: Stühle raus!
Schnipp-schnapp kurz vor dem Start in die Freiluftsaison: Der Konrad-Adenauer-Platz ist fertig, nachmittags hieß es dann: Stühle raus!
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Es hätte nicht knapper sein können: Am Montagmorgen gab Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz den frisch renovierten Konrad-Adenauer-Platz (KAP) frei, gut drei Stunden später nahm ihn das Partyvolk in Beschlag: Mit „Stühle raus!“ startete die Freiluftsaison.

Trotz schönen Wetters war der Start eher verhalten; offenbar hatten viele an diesem Brückentag andere Pläne. Erstmals gab’s zwei Bühnen, die die Partymeile mit Livemusik akustisch umschlossen: die neue Impulsbühne am KAP, die schon bei Tageslicht mit ihren Lichteffekten zum eigentlichen Star avancierte, und eine weitere, sehr kleine, an der Brüderstraße/Südring.

Streetware-Flohmarkt am Boom-Store

Dazwischen: der Schwarzmarkt, das einzige Überbleibsel vergangener Jahre. Hier gab’s überwiegend Schmuck und Accessoires, doch weniger Klamotten als ehedem. Dafür lockte ein Streetware-Flohmarkt am Boom-Store, auf dessen Dach Skater im Käftig ihre Bahnen zogen.

Der Konrad-Adenauer-Platz hat durch die Renovierung eine neue Wirkung, schlägt gestalterisch den Bogen zum Abschnitt südliche Kortumstraße. Die Bierwagen sind neu sortiert, das Platzniveau wurde insgesamt angehoben. Dabei ist die Geschichte der Platzumgestaltung eine lange. Den Grundstein legte die Stadt im Herbst 2008 zunächst mit dem Ausbau der Kortumstraße vom Kerkwege abwärts.

Gastronomen wurden immer ungeduldiger

Dabei war geplant, sich den KAP direkt im Anschluss vorzunehmen. Um eine längere Bauzeit zu vermeiden, wurde der Bau auf den Herbst 2009 verschoben. Auch dieser Termin konnte nicht eingehalten werden, diesmal, weil das Geld fehlte. 2010 dann mussten die Bagger im Depot bleiben, weil der Neubau des Parkhauses Vorrang hatte und sich dessen Fertigstellung lange verzögerte. So konnte der Umbau erst Ende 2011 beginnen. Und auch dann gab es noch Terminverschiebungen. Im Februar sollte die Fläche fertig sein. Seither verfolgten die Gastronomen den Bau-Fortschritt zunehmend ungeduldiger.

Der Platzausbau kostete 676.300 Euro, die Beleuchtung 139.500 Euro. Dafür gab’s Landeszuschüsse in Höhe von 80 Prozent. Mit Ausnahme einiger Bäume – zum Parkhaus hin werden noch Sumpfeichen gepflanzt – und des neuen Brunnens, der in der nächsten Woche installiert wird, ist der KAP damit fertig. Die unterirdische Brunnenkammer wurde zunächst überpflastert, damit auch alle Stühle herausgestellt werden konnten.

Ausbau wird fortgesetzt

Der weitere Ausbau der Kortumstraße soll vom Nordring bis zur Brückstraße fortgesetzt werden; Start: zweite Jahreshälfte. Für den Haushalt 2013 sind als weitere Renovierungs-Abschnitte vorgesehen: Der Ausbau der Kortumstraße vom Kerkwege bis Südring und vom Südring bis zum Husemannplatz. Da die Arbeiten erst nach der Freigabe des Haushalts vergeben werden können, ist mit einem Baubeginn erst Ende nächsten Jahres/Anfang 2014 zu rechnen.

 
 

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