Palliativnetz Bochum erstellt Mappe für Angehörige von Schwerstkranken

Stellten ihre Rote Mappe vor, Mitglieder des Palliativnetzes Bochum (v.l.): Dr. Bettina Claßen, Frau Breddemann, Dr. Matthias Heer, Siegfried Schirmer und Dr. Birgitta Behringer. Foto: privat
Stellten ihre Rote Mappe vor, Mitglieder des Palliativnetzes Bochum (v.l.): Dr. Bettina Claßen, Frau Breddemann, Dr. Matthias Heer, Siegfried Schirmer und Dr. Birgitta Behringer. Foto: privat

Bochum.. Das Palliativnetz Bochum stellt alle wichtigen Informationen für Angehörige von Schwerstkranken in einer Roten Mappe zusammen. Ziel sei es, dass diese Mappe neben jedem Bett eines schwerstkranken Menschen liege.

Für todkranke Menschen verbessert das Palliativnetz Bochum Schritt für Schritt die Behandlungsbedingungen: Jetzt wurde die sogenannten „Rote Mappe“ vorgestellt. Sie sei, so Dr. Birgitta Behringer, „ein Sinnbild für die interdisziplinäre Arbeit des Palliativnetzes“. Ziel sei es, dass diese Mappe, in der sich alle Partner dieses Zusammenschlusses vorstellen, neben jedem Bett eines schwerstkranken Menschen liege.

Auf dem Deckel steht die Notrufnummer des Netzes. Rund um die Uhr kann der Palliativpatient auf die Hilfe der angeschlossenen Organisationen zurückgreifen, auch an den Wochenenden. Zu den Partnern gehören die ambulanten Hospizdienste, das Hospiz St. Hildegard, die Palliativstation des Bergmannsheils und weitere Partner.

Hilfe auf dem kurzen Dienstweg

Alle Beteiligte arbeiten Hand in Hand, so dass in kurzer Zeit Notfallmedikamente besorgt, oder etwa Hilfsmittel wie Pflegebetten beschafft werden können. Zudem bietet das Netz natürlich auch Beratungen über Wundversorgung oder Hilfe bei psychischen und psychiatrischen Problemen auf dem kurzen Dienstweg. Dabei bestehe ein intensiver Austausch zwischen den Krankenhausärzten und den Palliativärzten des Palliativnetzes.

In der seit etwa vier Wochen im Umlauf befindlichen Mappe, die sich als ein wichtiges Instrumentarium bei der Arbeit mit diesen Patienten etablieren soll, sind zudem alle Telefonnummern und wichtigen Adressen enthalten, so dass der Patient oder Angehörige auch selbst jederzeit Kontakt aufnehmen könne.

Zentrales Ziel, so Behringer: „Es geht darum, schwerstkranken Menschen am Ende ihres Lebens ein würdevolles Dasein zu ermöglichen, mit wenig Schmerzen, Luftnot und Angst, aber auch mit menschlicher Geborgenheit und Zuwendung.“

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