Optimisten hier, Zweifler dort

So soll es einmal aussehen, das Bochumer Musikzentrum. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
So soll es einmal aussehen, das Bochumer Musikzentrum. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
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Zur aktuellen Berichterstattung über den Bau des geplanten Musikzentrums erreichten die Redaktion Stellungnahmen aus der Bochumer Politik. Während die CDU keinen Anlass zur Sorge sieht, befürchtet die FDP, dass das Haus teurer wird als erwartet.

Bochum.. Unsere Berichte zum geplanten Bau des Musikzentrums im Viktoria-Quartier haben zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Zum einen geht es um das Modell der Stuttgarter Architekten Bez und Kock, das mit der gedeckelten Bausumme von knapp 33 Millionen Euro nicht eins zu eins zu realisieren ist. Zum anderen geht es um das Schweigen der Stiftung zum 31. Mai.

Grüne: Alle Auflagen sind bindend

„Ich weiß nicht, warum man bei einem so sensiblen Thema mit Terminen spielt“, sagte Grünen-Fraktionschef Wolfgang Cordes im WAZ-Gespräch. Für seine Partei stellte er klar, „dass es Ende Juni keinen Ratsbeschluss geben wird“, wenn die bekannten Bedingungen zum Bau des Musikzentrums nicht komplett erfüllt werden.

CDU: Bis zum 28. Juni ist Zeit

Die CDU stellt sich an die Seite der Stiftung Bochumer Symphonie. Dass diese nicht – wie monatelang angekündigt – zum 31. Mai den aktuellen Spendenstand veröffentlicht hat, sei kein Anlass für Kritik, sagt Wolfgang Horneck, der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Sport. „Die CDU geht davon aus, dass die Stiftung ihren Teil der Abmachung einhält und bis zur Ratssitzung am 28. Juni für die Gesamtsumme von 14,3 Millionen Euro gerade steht.“ Der 31. Mai sei eine selbst gesetzte Frist, „die angesichts fehlender Landesbescheide nicht von Belang sind“. Horneck geht davon aus, dass die Lücke in jedem Fall verbindlich geschlossen sein wird, wenn es darauf ankommt. „Das weitere Einwerben von Spendengeldern wird jetzt angesichts der Jury-Ergebnisse und anhand eines konkreten Modells leichter vonstatten gehen“, sagt Horneck.

FDP: Kostengrenze muss gelten

Die FDP im Rat befürchtet, dass die Stadt mehr Geld aufbringen muss, als bislang geplant. Anlass zur Sorge gebe der Kostenvoranschlag für den Sieger im Architektenwettbewerb, der teurer als 33 Millionen Euro ist. „Die Kostenobergrenze muss unbedingt eingehalten werden, wenn das Projekt eine Realisierungschance haben soll“, sagt Sprecher Felix Haltt. „Allerdings kann die Versuchung, von diesem Kostenrahmen abzuweichen, sehr groß werden, wenn tatsächlich Mehrkosten entstehen. Da wäre es nicht unwahrscheinlich, dass eine Mehrheit des Rates den Bau mit Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Förder- und Spendengelder auch dann tragen wird, wenn die Stadt zwei oder drei Millionen Euro mehr als vorgesehen investieren müsste.“

Die nächste Hürde sei die vollständige Sammlung der von der Stiftung Bochumer Symphonie zugesagten Spendensumme von 14,3 Mio Euro. Haltt: „Es war jetzt nicht gerade ein positives Signal, dass die Stiftung am inoffiziellen Stichtag 31. Mai nicht verkünden konnte, dass der Stiftungsbeitrag vollständig vorliegt. Dabei wird dieser Nachweis dringend benötigt, damit auch das Land seine Förderzusage einhalten kann.“

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