Opel-Parkplatz in Laer wird zur grünen Oase

Teilweise hat sich die Natur den Opelparkplatz zwischen Wittener und Alte Wittener Straße schon zurückerobert. Für den Rest sorgt der nun von der Politik um diese Fläche erweiterte Bebauungsplan 940.
Teilweise hat sich die Natur den Opelparkplatz zwischen Wittener und Alte Wittener Straße schon zurückerobert. Für den Rest sorgt der nun von der Politik um diese Fläche erweiterte Bebauungsplan 940.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Der Bebauungsplan 940 wird um das untere Werksgelände an der Alte Wittener Straße erweitert. Die frei werdende Fläche soll dem Grünzug E angegliedert werden. Ein Lebensmittel-Discounter wollte dort ansiedeln, hat aber keine Chance. Bei einer Sport- oder Freizeitanlage sieht das allerdings anders aus

Bochum/Laer. Laer wird künftig um ein gutes Stück grüner. Für die untere Opelfläche zwischen Wittener und Alte Wittener Straße, wo über viele Jahre Neuwagen geparkt wurden, heißt es demnächst: zurück zur Natur! Aus dem Terrain südöstlich der Schattbachstraße soll eine grüne Oase werden. So der Beschluss von Bezirksvertretung Ost und Rat, die dementsprechend eine Erweiterung des Bebauungsplanes 940 auf den Weg brachten.

Hintergrund: Durch die bevorstehende Schließung von Opelwerk I wurden auch Pachtverträge von Fremdgrundstücken auf eben jenem Gelände gekündigt. Erste Interessenten für diese Flächen haben bereits bei der Stadtverwaltung vorgesprochen. Im konkreten Fall ging es um die Ansiedlung eines Lebensmittel-Discounters. Eine gewerbliche Nachnutzung entspricht jedoch nicht dem für das Werk I erarbeiteten Nutzungskonzept, das für die Flächen südlich der Opel-Gleise Grünflächen vorsieht. Und dabei soll es bleiben.

Das Ziel

„Wir wollen hier keinen Einzelhandel oder weitere Vergnügungsstätten“, stellte Klaus Kleine vom Stadtplanungsamt- und Bauordnungsamt vor der Bezirksvertretung Ost klar. Laut Masterplan Einzelhandel sei es vielmehr das Ziel, „dass sich der Einzelhandel rund um den Lahariplatz in Laer niederlässt.“ Gerade jetzt vor dem traurigen Hintergrund, dass erst kürzlich der CAP-Markt dort schließen musste. Kleine: „Klar, wir müssen Gewerbeflächen sichern – aber auch die Zentren.“

Auch Ansiedlung von Sport- und Freizeitanlage sind möglich

Die nun frei werdenden und dem Bebauungsplan 940 zugefügten Flächen sollen künftig dem Grünzug E angeschlossen werden. Neben einer Renaturierung der versiegelten Flächen kommt dort auch die Ansiedlung von Sport- und Freizeitanlagen in Betracht. Auch vor dem Hintergrund der städtischen Klimaschutzziele ist die Fläche laut Verwaltung von Bedeutung, denn so könne die lufthygienische Situation in diesem stark belasteten Gebiet deutlich verbessert werden.

Grünen-Bezirksvertreterin Katharina Schubert-Loy findet „das Konzept mit Grünflächen erfreulich“, gleichwohl appelliert sie angesichts der jüngsten Überschwemmungen im Stadtgebiet an die Verwaltung, die gesamte Fläche zu entsiegeln. „Wird sicher ein Thema sein“, verspricht Verwaltungsmann Klaus Kleine.

In einem „Abwasch“ mit der Bebauungsplan-Erweiterung wurde auch die Verfahrensart geändert: Das bisher beschleunigte Verfahren wird nun zum Normalverfahren – inklusive Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltprüfung.

 
 

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