Nur noch zwei Prozent Leerstand auf Bochumer Wohnungsmarkt

Am Stand der Wohnungsbaugenossenschaft Bochum und Wattenscheid auf der Wohnungsbörse berät Romina Sandner (links) Stephanie Lüdke (mitte) und ihre Mutter Elke Lüdke.
Am Stand der Wohnungsbaugenossenschaft Bochum und Wattenscheid auf der Wohnungsbörse berät Romina Sandner (links) Stephanie Lüdke (mitte) und ihre Mutter Elke Lüdke.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
Das Wohnungsangebot in Bochum wird knapper. Steigende Studentenzahlen und der demografische Wandel sorgen dafür, dass der Leerstand in Bochum auf zwei Prozent gesunken ist. Die Immobiliengesellschaften freut der Boom - doch die Ansprüche der Mieter werden immer höher.

Bochum. Die Stimmung auf der 7. Wohnungsbörse auf dem Husemannplatz war ganz locker. So locker, dass sogar Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz (SPD) beim Rundgang ins Plaudern geriet und Geschichten aus ihrer Studienzeit zum Besten gab. Und dabei ging es um das bis heute zentrale Thema „Ärger und Tücken in der Nachbarschaft“. „Das Thema Wohnen ist doch ganz wichtig. Für jeden Menschen, wenn er nach einem anstrengenden Tag nach Hause zurück kommt. Da braucht es einen Ort, um sich zurückzuziehen, sich zu entspannen“, so Scholz.

In Bochum sehe es im Augenblick ganz entspannt aus am Wohnungsmarkt, sagt jedenfalls Norbert Riffel, Geschäftsführer der VBW, Bochums größtem Wohnungsunternehmen. Allein die VBW, die Annington, die Bochumer Wohnstätten und Viva West, repräsentieren mit ihrem Bestand von rund 44 000 knapp ein Viertel aller gut 180 000 Wohnungen in Bochum.

Studenten suchen WG's über Wohnungsunternehmen

„Zur Zeit werden insbesondere kleine und günstige Wohnungen in der Stadt sehr stark nachgefragt“, so Riffel. Das sei etwa auf die im Aufbau begriffene Hochschule für Gesundheit zurück zuführen. Aber auch der Doppelte Abiturjahrgang spiele dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Anja Blatt von der Deutschen Annington verweist etwa darauf, dass mehr und mehr Studierende auf der Suche nach kleinen WG's auch auf die traditionellen Wohnungsunternehmen zugehen. Das gelte erst recht für ältere oder behinderte Menschen, die mit ganz gezielten Wünschen oder Anforderungsprofilen auf die Suche nach Wohnungen gehen.

Leerstand in Bochum bei nur zwei Prozent

Einig sind sich die Wohnungsunternehmen, dass die Zeit der großen Leerstände etwa in schlechteren Lagen endgültig vorbei sei. Nunmehr gebe es in Bochum einen Leerstand von nur noch rund zwei Prozent des Wohnraumes, was für eine Stadt dieser Größe völlig normal sei.

Mit einem eigenen Stand präsentierte sich auch der Umweltservice Bochum (USB) auf der 7. Wohnungsbörse. Andrea Koch erklärte, dass der USB für die großen Gesellschaften in der Stadt einen „Standort Service Plus“ anbietet.

Dafür konnten bereits in sehr kurzer Zeit schon mehr als 16 000 Wohneinheiten gewonnen werden. Kern dieses Angebotes ist es, dass vor allem in großen Mietshäusern der Standplatz der Müllbehälter regelmäßig gesäubert wird. „Unsere Mitarbeiter sprechen aber auch ganz unmittelbar die Mieter an, wenn es etwa um die richtige Mülltrennung geht“, so Andrea Koch. Dabei helfen auch spezielle Info-Broschüren, die der USB sogar in acht verschiedenen Sprachen anbietet.

 
 

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