NRW-Minister und Opel-Vorstand sprechen im Rat

Andreas Rorowski
Opel geht. Und was kommt danach?. Die Gesellschaft Bochum Perspektive 2022 soll sich darum kümmern. Am Donnerstag wird ihre Gründung in einer Ratssondersitzung beschlossen.
Opel geht. Und was kommt danach?. Die Gesellschaft Bochum Perspektive 2022 soll sich darum kümmern. Am Donnerstag wird ihre Gründung in einer Ratssondersitzung beschlossen.
Foto: dpa
Der Bochumer Stadtrat wird am Donnerstag in einer Sondersitzung die Gründung der Gesellschaft „Bochum Perspektive 2022“ beschließen. Mit Spannung werden dabei auch die Stellungnahmen von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und von Opel-Personalvorstand Ulrich Schumacher erwartet.

Bochum. Opel geht, Ende des Jahres macht der Autobauer nach 52 Jahren in Bochum sein Werk dicht. Für die Zeit danach werden am Donnerstag die Weichen gestellt. In einer Sondersitzung des Stadtrats soll die Gründung der Gesellschaft „Bochum Perspektive 2022“ beschlossen werden, an der zu 51 Prozent die Stadt über ihre Tochter EGR und zu 49 Prozent Opel beteiligt sind.

Bevor die Politik die Gründung beschließt, legen NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und Opel-Personalvorstand Ulrich Schumacher im großen Sitzungssaal des Rathauses ihre Sicht auf die Dinge dar. Gespannt sind Beobachter unter anderem darauf, ob Schumacher sich zur Beteiligung seines Unternehmens an den Sanierungskosten der Flächen äußert und ob sich Opel nach der überraschenden Strategiewende auf dem Gelände von Werk II die Filetstücke zum Ausbau des Warenverteilzentrums (Werk III) herauspickt. Duins Rede wird im Hinblick auf konkrete Aussagen zur Unterstützung durch das Land NRW mit großen Interesse erwartet.

Entscheidungen der Personalfragen müssen her

Derweil werden Details über die Suche nach dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Holding bekannt. Beauftragt mit der Suche nach Kandidaten ist der Personalentwickler Kienbaum. In zwei Wochen soll er dem Aufsichtsrat das Anforderungsprofil für den Posten vorlegen, in zwei bis drei Monaten nach Auskunft von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz eine Entscheidung in dieser wichtigen Personalfrage her. „Es muss schnell gehen.“

Die Vorauswahl wird eine Findungskommission treffen, die mit den Präsidiumsmitgliedern der Aufsichtsräte von Holding und GmbH besetzt ist. Neben Sachkompetenz, so Scholz, sollten Kandidaten nach ihrer Einschätzung viel Erfahrung – möglichst auch im Bereich der Metropole Ruhr – sowie kommunikative Fähigkeiten mitbringen.