NRW-Meisterschaft - Stehpaddler strömen zur Ruhr in Bochum

Alexander Kirsch, Carsten Schröer, Thorsten Schmidt, (v.l.) trainieren für die Landesmeisterschaften, die am Wochenende an der Ruhr stattfinden. .
Alexander Kirsch, Carsten Schröer, Thorsten Schmidt, (v.l.) trainieren für die Landesmeisterschaften, die am Wochenende an der Ruhr stattfinden. .
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club richtet am Wochenende die zweite NRW-Meisterschaft der Trendsportart aus. Bis zu 100 Teilnehmer erwartet.

Bochum-Dahlhausen.. Der Pott steht – unter diesem Motto geht es am kommenden Wochenende auf der Ruhr rund. Bei den zweiten NRW-Landesmeisterschaften im Stand Up Paddling (SUP, auf Deutsch: Stehpaddeln) messen sich nationale und internationale Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen der Wassersportart. Der Linden-Dahlhauser Kanu-Club (LDKC) erwartet bis zu 100 Teilnehmer.

Auf Hawaii war die heutige Trendsportart SUP dem König vorbehalten. Nur wenige Auserwählte durften sich außer ihm in dieser Art auf dem Wasser fortbewegen. Vor etwa 15 Jahren wurde die Sportart in den USA wiederentdeckt. Vor rund neun Jahren schwappte die Welle nach Deutschland über.

Mittlerweile können Freizeitsportler an fast jedem See oder Fluss in Deutschland SUP-Bretter ausleihen, so auch am Kemnader See. „Stand Up Paddling ist die am stärksten wachsende Wassersportart“, so Alexander Kirsch, Vorsitzender des Deutschen Stand Up Paddling Verbandes, der die Meisterschaften organisiert.

Bauch- und Rückenmuskulatur werden gestärkt

„SUP ist ein absoluter Familiensport“, so Kirsch. „Auf den breiteren Brettern kann man vorne bequem sein Kind oder auch seinen Hund mitnehmen.“ Der Einstieg in den Wassersport ist einfach, dazu braucht es nur ein wenig Gefühl fürs Gleichgewicht auf dem Brett. Dann wird mit dem Paddel abwechselnd auf beiden Seiten gerudert. „Kinder, aber auch Rentner können sich problemlos aufs Brett stellen“, so Kirsch. Verletzungsgefahr besteht keine: wenn etwas schief geht, wird man nass, mehr nicht.

Gerudert wird nicht nur mit den Armen, sondern aus dem Oberkörper heraus. So werden auch Bauch- und Rückenmuskeln gestärkt. Zusätzlich werden durch das Balance-Halten viele weitere Muskeln in Anspruch genommen – das so entspannt aussehende Stehpaddeln wird damit zum Ganzkörpertraining. Zudem besticht die Sportart durch ihre Vielseitigkeit. Auf eigentlich jedem Gewässer kann man sie betreiben, vom ruhigen See bis zum Wildwasser. Mittlerweile gibt es sogar SUP-Yoga.

„Mich reizt besonders die Kombination aus Ausdauer, Kraft und Entspannung“, sagt Yvonne Petermann, die in der 2014 neu geschaffenen Stehpaddel-Abteilung des LDKC trainiert. „Für uns als Verein ist der Sport interessant, weil er auch von Mitgliedern, die sonst wegen Verletzungen ausscheiden würden, betrieben werden kann“, sagt Ralf Höfgen, Vorsitzendes des LDKC. Zudem gab es vermehrt Anfragen von Interessierten an den Verein. „Und wir wollen uns ja den neuen Trends nicht verschließen.“

EURE FAVORITEN