Bochum

NRW: Bochumer mit irrer Forderung! ARD-Wetterkarte soll geändert werden

Der Bochumer hat eine verrückte Idee, wie die Wetterkarte aussehen sollte.
Der Bochumer hat eine verrückte Idee, wie die Wetterkarte aussehen sollte.
Foto: ARD

Bochum. Auf den ersten Blick wirkt die Forderung von Joachim Dickten ziemlich verrückt. Er möchte, dass Bochum auf der Wetterkarte landet.

Sprechen die Meteorologen im Fernsehen über Hoch- und Tiefdruckgebiete, taucht in NRW zumeist nur eine Stadt auf: Köln. Doch warum muss ausgerechnet Bochum auf die Karte?

Bochumer will seine Stadt auf der Wetterkarte sehen

Dafür hat der Ur-Bochumer Joachim Dickten gleich mehrere Begründungen. „Weil es offiziell nicht einen gemeinsamen Namen, wie z.B. den Namen Ruhrpott, für die Städte des größten Ballungszentrums Deutschlands mit 5,1 Millionen Einwohnern als gewachsene Bezeichnung gibt, halte ich Bochum für den besten Vertreter der Region auf der Wetterkarte“, ist sich der 53-Jährige sicher. Die größte Stadt im Ruhrgebiet mit 600.000 Einwohner ist allerdings Dortmund. Warum also Bochum?

Dickten verweist auf die zentrale Lage seiner Stadt im Pott: „Bochum liegt genau zwischen Essen und Dortmund, Essen ist aber schon Verwaltungssitz.“ Hinzukäme, dass Bochum mit "B" am Anfang im Alphabet vor Essen stehe.

In NRW sei ausreichend Platz für eine zweite Stadt auf der Karte: „Es wäre ein leichtes, dort Bochum als Referenz für die Mitte des Ruhrgebietes zu kennzeichnen, um sich viel besser orientieren zu können.“ Weiterhin spreche gegen Köln, dass die Domstadt nur knapp über eine Millionen Einwohner habe, das Ballungszentrum Ruhrgebiet hingegen mehrere Millionen.

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Tagesschau: Wetterkarte muss von vielen Menschen verstanden werden

Viele TV-Sender halten dagegen, dass Köln die einwohnerstärkste City in NRW sei. Ein Sprecher des Hessischen Rundfunks, der für die Wettervorhersage zuständig ist, hält dagegen: „Texte und Grafiken werden von der Wetterredaktion im Hessischen Rundfunk für die 'tagesschau' so angefertigt, dass sie von möglichst vielen Menschen in kurzer Zeit verstanden werden.“

Und weiter: „Die Städte auf den Vorhersagekarten dienen allein der Orientierung.“

Der 53-jähriger Bochumer sieht das anders: „In der Übersichtskarte liegt Köln ziemlich weit (nord-)westlich vom Ruhrgebiet. Der nächste Ort für eine Orientierung auf der Karte, um das Ruhrgebiet auf einen Blick auffinden zu können, ist dann aber Hannover im Norden und Frankfurt im Süden.“

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Ur-Bochumer wirft Fernsehsendern Bequemlichkeit vor

Weiterhin wirft er den Sendern Bequemlichkeit vor, „dass sie das größte Ballungszentrum Deutschland nicht als solches wahrnehmen und darstellen wollen.“ Ähnlich wie das Erste, bekommt auch RTL häufig Anfragen, ob nicht „Hannover, Stuttgart, Nürnberg, Essen, Rostock“ aufgenommen werden könnten.

Auf die Frage antwortet RTL-Wetter-Chef Christian Häckl: „Wir haben uns bereits vor vielen Jahren darauf geeinigt, die jeweils größte Stadt im Westen, Norden, Osten, Süden in die Wetterkarte aufzunehmen (also Köln, Hamburg, Berlin, München). Weil noch Platz war, haben wir auch die bundesweit fünftgrößte Stadt Frankfurt – und mit Leipzig die nach Berlin größte Stadt im Osten aufgenommen.“

Mehr Platz sei einfach nicht vorhanden. Darüberhinaus wäre es eine schwere Entscheidung, welche Ruhrgebietsstadt aufgenommen werden könnte. Häckl weiter: „Und weil Köln auch RTL-Heimat ist, bleibt die Domstadt stellvertretend für den großen und wichtigen Westen auch weiterhin gesetzt.“

Lokalpatriot Dickten versteht das Ruhrgebiet als eine Einheit und „diese Einigkeit sollte sich auch auf der offiziellen Wetterkarte niederschlagen.“

 
 

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