Rockige Geburtstagssause

Machten den Auftakt bei U-Sound im Jugendfreizeithaus U 27 Gerthe: Die Band „The Cookies“ mitOlli (l./Ukulele) und Gitarrist Mariam.
Machten den Auftakt bei U-Sound im Jugendfreizeithaus U 27 Gerthe: Die Band „The Cookies“ mitOlli (l./Ukulele) und Gitarrist Mariam.
Foto: WAZ FotoPool
U-Sound feiert fünfjähriges Bestehen. Bühne des U27 Gerthe gibt Nachwuchsbands die Möglichkeit für öffentliche Auftritte

Gerthe..  „Für mich und die Band ist ein Auftritt hier im U-Sound immer wieder so etwas wie ein Besuch im heimischen Wohnzimmer“, sagt Eike von der Band „Crossheads“ und schmunzelt.

Fünf Mal trat die Formation in den vergangenen drei Jahren im Keller des städtischen Jugendzentrums „U 27 Gerthe“ an der Hegelstraße 32 auf. Die Bochumer Nachwuchsband war dabei immer wieder sehr zufrieden. „Es macht einfach Spaß“, begründet Eike von den „Crossheads“. „Wir konnten uns gut mit anderen Bands austauschen. Wir haben viele Tipps zum Musik machen von Stefan Kreggenfeld, dem Jugendhausleiter, bekommen.“

Die „Crossheads“ gehören damit zu den Bands, die seit Jahren durch das Projekt „U-Sound“ gefördert werden. Kreggenfeld (51) und sein Jugendhausteam starteten das Vorhaben, Nachwuchsbands zu unterstützen, im Herbst 2008. Die Chance, öffentlich zu spielen, bekommen sie sonst nicht so oft.

U-Sound beging nun mit dem Auftritt der drei Bands „The Cookies“, „Alcatrace“ und „Wasteland Revival“ sein fünfjähriges Bestehen. Rund 100 Leute kamen und feierten beim dreistündigen Konzert mit. Eike traf die Musiker von den „Cookies“, mit denen die „Crossheads“ im Februar 2013 gemeinsam auftraten.

„The Cookies“ mit den Sängern und Gitarristen Mariam (20) und Olli (19), Marcel (19) am Schlagzeug und Bassist Jonathan (19) setzten den Auftakt. Die 2011 gegründete Formation bot selbst komponierte Punk- und Rocksongs. Darunter zum Beispiel die Stücke „King of the Beach Bar“ (witzige, gute Laune Musik) und „Stress the Coala Bear“ (umweltkritisch).

Die fünfköpfige Band „Alcatrace“ mit Sänger Ben folgte. In dem mit einer Lichtanlage und professioneller Tontechnik versehenen Raum (etwa 30 Quadratmeter) mit Bühne (8 Quadratmeter) brachten sie eigene Songs der Stilrichtung „Indierock“ zu Gehör. Zum Beispiel „Lemon year“.

„Wasteland Revival“ aus Herne ließen zum Schluss Stonerrock erklingen. Unter anderem: die funkigen Stücke „Make your Choice“ und „Sam“. „Wir orientieren uns da an der Musik von „Nirvana“, erklärt dazu Sänger Emanuel.

Zurück zu U-Sound. „Das ist die coolste Location in der wir spielen“, sagt Emanuel. Der Grund dafür sei der kleine Raum, wo der Funken zum Publikum schnell überspringe. Sänger Ben von „Alcatrace“ stimmte dem zu. „Bisher war es hier immer gut.“ Für ihn spielte da auch die Betreuung durch Kreggenfeld beim Soundcheck und durch Mitarbeiter Jay Jay Flamien (42) an der Lichtanlage eine wichtige Rolle.

Rund 150 Bands spielten schon bei U-Sound

Junge Bands sollen bei U-Sound erste Bühnenerfahrungen sammeln. Erfahrene Bands und das Jugendhausteam helfen. Die Bandmitglieder sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Die musikalische Stilrichtung ist egal. Die Musik sollte handgemacht (nicht gecovert) und die Texte frei von diskriminierenden Inhalten sein.

Etwa 150 Bands traten in den letzten fünf Jahren bei U-Sound auf. Pro Monat (letzter Freitag) gibt’s ein Konzert mit drei Bands, das ab 19.30 Uhr stattfindet.

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