Quartier sucht den Schulterschluss

Die Trommelgruppe der koreanisch-evangelischen Gemeinde gehörte zu den Highlights beim Ehrenfeld-Sommerfest.
Die Trommelgruppe der koreanisch-evangelischen Gemeinde gehörte zu den Highlights beim Ehrenfeld-Sommerfest.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Ehrenfeld..  Herbstliches Wetter beim Sommerfest, doch im Ehrenfeld lässt man sich davon nicht beeindrucken. Trotz Nieselregens und wenig Sonnenschein kamen viele Besucher zum ersten Fest der Werbegemeinschaft Ehrenfelder Fachgeschäfte. An einige Ständen konnten sich die Besucher über die Arbeit von lokalen Geschäften, Gemeinden, Vereinen und Parteien informieren. Natürlich lockten auch viele selbstgemachte Speisen und Getränke.

Während die Hüpfburg für die Jüngsten kaum benutzt wurde, hatten die etwas älteren Kinder und Jugendlichen ihren Spaß auf der Trampolin-Anlage. Gesichert an elastischen Seilen ging es für sie hoch hinaus. Etwas bodenständiger, aber mit genauso viel Spaß und Aktion, ging es am Stand der Feuerwehr zu, wo kleine Nachwuchsfeuerwehrmänner und -frauen selbst die Spritze in die Hand nehmen durften.

Für die vielen älteren Besucher aus der Nachbarschaft setzte Veranstalter Hans-Jürgen Schmiedchen mit seinem Team auf akustische Unterhaltung. Die Bogestra-Band „Gleis 38“ spielte rockige Oldies und untermalte die Veranstaltung mit Titeln wie „Unchain My Heart“ von Joe Cocker.

Für das erste Fest auf dem Parkplatz der Knappschaft an der Yorckstraße hatte die Werbegemeinschaft auch die SPD mit ins Boot geholt. Ratsmitglied Friedhelm Lueg zeichnete ebenfalls für das Gelingen verantwortlich. Kein Wunder, dass zahlreiche Parteimitglieder anwesend waren und das Gespräch mit den Bürgern suchten. „Sturmerprobt seit 1863“ stand auf ihren Ansteckern. Wetterfestigkeit konnte diesmal wirklich nicht schaden.

Auch die Linke und die Grünen hatten eigene Stände aufgebaut, um im Wahlkampf beim Fest zu punkten. Die Grünen lockten mit Eiscreme: unter ihrem Zelt verkaufte Kevin Kuhn von der Eisdiele „Kugelpudel“ seine selbst gemachten Köstlichkeiten. Die anderen kleinen Geschäfte aus dem Umfeld suchte man aber vergeblich. Schließlich ziehen Neueröffnungen regelmäßig junges, oft auch studentisches Publikum an.

Daran aber mangelte es bei dem Fest. „Wir haben alle Geschäfte angesprochen. Aber sie wollten nicht“, meinte Veranstalter Friedhelm Lueg. Die Standgebühren hätten bei 120 bis 250 Euro gelegen. Lueg räumt ein, dass möglicherweise die Kosten ausschlaggebend gewesen seien. Ob man das nicht hätte anders lösen können? „Nein“, so Lueg. „Uns ging es vor allem darum, hier plus, minus null rauskommen.“

 
 

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