Neustart für die Fußballer von Teutonia Riemke

Die Teutonen-Vorsitzenden Ulrich Plath (links) und Christian Berg blicken voller Zuversicht voraus.
Die Teutonen-Vorsitzenden Ulrich Plath (links) und Christian Berg blicken voller Zuversicht voraus.
Foto: Joachim Hänisch
Nach dem Zwangsumzug nach Bergen und personellem Aderlaß fangen die Fußballer fast bei Null wieder an. Derzeit wird an einer Mannschaft gebastelt.

Riemke..  Ein paar Nationalspieler zieren die Wand des Verkaufscontainers von Teutonia Riemke. „Die Mannschaft“ steht auf dem Poster. Wie passend. Denn eine Mannschaft ist genau das, was den Fußballern von Teutonia Riemke fehlt. „Wir basteln gerade daran“, sagt der Vorsitzende Christian Berg. Möglichst schon zur nächsten Saison 2017/18 will der Verein so viele Spieler zusammen haben, um in der Kreisliga C einen Neustart hinlegen zu können. Allerspätestens aber bis zum großen Jubiläum 2019, wenn die Teutonen 100-Jähriges feiern.

So mies wie in den vergangenen Jahren ging es Teutonia in der Vereinshistorie noch nie. Kurz nach dem Krieg hat der Club seine besten Zeiten erlebt. „Da spielten wir Landesliga und waren sogar mit dem VfL auf Augenhöhe, hatten nur nicht die finanziellen Mittel“, weiß Christian Berg. Selbst bis 2009 lief es noch ordentlich, „als wir jahrelang Bezirksliga spielten“. Dann in der Saison 2014/2015 der Genickschlag: Die Stadt gibt den Ascheplatz am Hausacker, Heimat der Teutonen, auf. Weil anfangs noch unklar ist, wo die Riemker künftig spielen werden, wenden sich viele Kicker ab. „Seither haben wir bis auf die Alten Herren keine Seniorenmannschaft mehr“, klagt Christian Berg. „Das gab es noch nie bei Teutonia.“

Trainer ist schon gefunden

Soll es auch nicht mehr. Denn nun hat der Neuanfang begonnen – auf dem Kunstrasenplatz an der Hunsrückstraße, den sich die Teutonen seit August mit Union Bergen teilen. „Die beste Lösung“, findet Ulrich Plath, 2. Vorsitzender des Vereins. „Wir verstehen uns gut.“ Ein Trainer ist in Peter Schwalm bereits gefunden worden. Auch ein gutes Dutzend Spieler kommt schon regelmäßig zum Training, um sich fit zu halten und die neuen Mitspieler schon mal kennen zu lernen. „Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Plath.

Doch es sollen natürlich noch ein paar Fußballer mehr werden. Auch passive Mitglieder sind willkommen. Insgesamt zählt Teutonia Riemke derzeit 60 Mitglieder. „Je mehr uns unterstützen, desto besser“, hofft Christian Berg, dass auch viele Ehemalige den Weg zurück zu „ihrem“ Club finden. Das Vereinsheim am Hausacker hat Teutonia zwar an die Bürgerschützen Hofstede-Riemke verkauft. „Wir dürfen unsere Räume dort aber weiterhin nutzen“, sagt Berg. Einmal im Monat findet dort ein Spieleabend statt, um das Miteinander auch außerhalb des Platzes zu fördern.

Den Verkaufscontainer an der neuen Heimstätte richtet der Verein derzeit in Eigenregie her. Ein paar Stühle und eine kleine Küchenzeile sind schon drin. Bald folgen ein Kühlschrank und ein Grill. Klar, ohne Bier und Bratwurst geht am Sportplatz nichts. Die Wände sind – bis auf das Poster – noch kahl. Platz genug also für das erste eigene Mannschaftsfoto . . .

 
 

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