Mehr Farbe für „graue Mäuse“ in Bochum-Goldhamme

Die Ecke Normannenstraßen/Goldhammer Straße; im Hintergrund beginnt die Gotenstraße.
Die Ecke Normannenstraßen/Goldhammer Straße; im Hintergrund beginnt die Gotenstraße.
Foto: Gero Helm
Im Rahmen des Stadtumbaus sollen graue Wohnhäuser aufgehübscht werden, um den Sprengel weiter aufzuwerten. Gespräche laufen bereits.

Mitte..  Mit einer guten Nachricht für Goldhamme endete gestern die Rundreise von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) und den Dezernenten durch den Stadtbezirk Mitte. Bezirksbürgermeisterin Gabi Spork (SPD) hatte für die Stadtspitze eine Tour zusammengestellt, in der sie Probleme aufzeigen, aber auch Positivbeispiele der Stadtentwicklung präsentieren wollte. Wie etwa den Stadtumbau in Goldhamme.

„Dort hat sich rund um die Normannenstraße viel getan“, freut sich Gabi Spork. Allein der Stadtteiltreff Alte Post – „so etwas sollte jeder Stadtteil bekommen“. Ein paar Meter weiter, an der Gotenstraße, stehen nach wie vor einige Wohnhäuser, die noch nichts von dem neuen Glanz im Viertel abbekommen haben. „Sie tragen noch das alte Ruhrgebietsgrau“, sagt Eiskirch. Er will sich dafür einsetzen, dass dort Farbe ins Spiel kommt „und auch noch mehr passiert“.

Stadtbaurat Markus Bradtke habe bereits signalisiert, dass Gespräche mit dem Wohnungsbauunternehmen aufgenommen worden sind und „es gut aussieht, das dort etwas geschieht“. Eiskirch: „Das wäre ein Impuls, der ins ganze Viertel ausstrahlt.“

Etwas tun soll sich bekanntlich auch auf dem GMU-Gelände. Wie berichtet, soll sich Gewerbe auf der Industriebrache ansiedeln. „Eine Atmungsfläche für kleine und mittlere Gewerbebetriebe, die nicht so viel Verkehr ziehen“, stellt sich Eiskirch dort vor.

Allen ein Dorn im Auge ist der Schrottplatz, der verschwinden und dann auch nicht durch einen neuen ersetzt werden soll. „Dort gilt es, nun erneut mit dem Grundstücksbesitzer ins Gespräch zu kommen“, sagt Eiskirch. Wichtig ist es laut Gabi Spork, die Rückgabe der Baugenehmigung (von 1969) erfolgreich zu verhandeln. Um die Möglichkeit eines eben solchen Ringtausches auszuschließen zu können.

Neue Gespräche wegen Schleichweg

Dritter Stopp der Rundreise war das umstrittene „Franz-Vogt-Törchen“. Der beliebte Schleichweg von der Oskar-Hoffmann-Straße über die Franz-Vogt-Straße zur Hermannshöhe und in die Innenstadt ist seit Anfang 2015 durch ein Tor stillgelegt. Dieses hat der Grundstücksbesitzer, die Bochumer Wohnstätten-Genossenschaft, nebst Zaun nach Beschwerden der Mieter über Fremdparker, Verschmutzung und Graffiti anbringen lassen (wir berichteten).

Stadt und Politik streben eine Lösung an, die eine Nutzung des Weges möglich macht und zugleich den Schutz der Anwohner gewährleistet. Gabi Spork will im Januar erneut die Gespräche mit der Bochumer Wohnstätten-Genossenschaft aufnehmen. Auch Stadtbaurat Markus Bradtke will sich „einmischen“.

Eine klare Absage erteilt Eiskirch dagegen den Überlegungen, den oft matschigen und nicht beleuchteten Parallelweg der Franz-Vogt-Straße herzurichten. „Nicht, bis das alte Hein-de-Groot-Möbelhaus auf dem Kronen-Areal abgerissen ist. Das würde keinen Sinn ergeben.“

 
 

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