Kirchengemeinde Hiltrop wird 100 Jahre alt

Die Violinistin Liv Migdal bringt zum 100. Gemeindegeburtstag ein Ständchen im voll besetzten Gemeindesaal.
Die Violinistin Liv Migdal bringt zum 100. Gemeindegeburtstag ein Ständchen im voll besetzten Gemeindesaal.
Foto: WH
Evangelische Kirchengemeinde Hiltrop wird in diesen Tagen 100 Jahre alt. Festakt eröffnete den Reigen an Jubiläumsveranstaltungen

Hiltrop. 100 Jahre alt ist die evangelische Kirchengemeinde Hiltrop. Die Feierlichkeiten haben eben erst begonnen. So kamen jetzt rund 350 Besucher zum Festgottesdienst, gut 200 Gäste wohnten anschließend dem Festakt im Gemeindesaal bei.

Zu den Gratulanten gehörte Superintendent Peter Scheffler. In seiner Festpredigt zeichnete er die Gemeindeentwicklung seit der Gründung im April 1915 mit der Errichtung einer Pfarrstelle nach. Zwei Aspekte waren ihm da besonders wichtig: Die Verbundenheit der Menschen im Stadtteil mit „ihrer“ Erlöserkirche sowie das Verhältnis zur Nachbargemeinde Gerthe.

Nähe zu Gerthe

Als Beispiele für die Kirchennähe nannte er den Einsatz der Menschen vor Ort für den Kirchenbau in den bewegten 20er Jahren (eingeweiht 1927) sowie für die Kirchensanierung bis 2012.

Scheffler betonte, dass für die Hiltroper schon vor 1915 das Angebot bestand, als Teil der Kirchengemeinde Gerthe sich zu entwickeln: „Wenn ihr nach Gerthe kommt, so die Gerther, dann finanzieren wir euch einen Pfarrer, ein Pfarrhaus und einen Betsaal.“ Heute gebe es diese Überlegungen zur Zusammenlegung angesichts sinkender Gemeindegliederzahlen wieder, so der 65-Jährige weiter.

Der ökumenisch verstärkte Kirchenchor (mit der Chorgemeinschaft St.-Joseph-Hiltrop-Bergen) und der Posaunenchor sorgten für gute Klänge.

Im Gemeindehaus ging es danach fröhlich weiter. Dafür sorgten vor allem das Ständchen von Profimusikerin Liv Migdal (Violine) sowie die beiden launigen Grußworte der ehemaligen Pfarrer Wilhelm Fortmann (91) und Wilfried Engelbrecht (79). Fortmann erinnerte unter anderem mit einer Anekdote zum „Langen Heinrich“ an seinen Vater Pfarrer Heinrich Fortmann, der die Gemeinde mitgründete. Engelbrecht begeisterte mit seinem Rückblick auf den Amtsantritt in 1964. Weitere Grußworte gab es von Bürgermeisterin Erika Stahl, Bezirksbürgermeister Henry Donner sowie von der etwas älteren katholischen Schwestergemeinde St. Elisabeth (errichtet 1905) durch Pastor Ulrich Kosch. Pfarrer Jörg Sonneborn stellte das Gemeindegeschenk zum 100. Geburtstag vor: eine CD, die einen 20-minütigen (Hör-)Rundgang durch die Erlöserkirche bietet. Als Sprecherin gewann die Gemeinde Schriftstellerin Heide Rieck-Wotke. „Das ist tolles Kino für die Ohren“, so Sonneborn.

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