Bochumer Bürger sollen Spielplatz gestalten

Im Gespräch: Imke Poeschel (Grünflächenamt), Berit Otto, Antje Kassem, Bezirksvertreter Holger Schneider, Holger Pascheka vom Grünflächenamt, Volker Oehmig (Jugendamt) und AWO-Mitarbeiterin Sarah Thiecke (v.l.).
Im Gespräch: Imke Poeschel (Grünflächenamt), Berit Otto, Antje Kassem, Bezirksvertreter Holger Schneider, Holger Pascheka vom Grünflächenamt, Volker Oehmig (Jugendamt) und AWO-Mitarbeiterin Sarah Thiecke (v.l.).
Foto: Olaf Ziegler
Nach dem Abriss des Spielplatzes an der Gahlenschen Straße in Bochum soll ein neuer mit Beteiligung von Kindern, Eltern und der Awo-Kita entstehen.

Hamme.. Der Spielplatz an der Gahlenschen Straße, in der Senke zum Marbach, war schon länger verwahrlost. Inzwischen ist er ganz abgerissen. „Nun, jetzt ist es eher ein Abenteuerspielplatz“, scherzt Volker Oehmig vom Jugendamt der Stadt Bochum mit Blick auf die weite Fläche aus Erde und Matsch. Doch Besserung ist in Sicht: Jetzt, nachdem das neue Gebäude für den Awo-Kindergarten hier errichtet wurde, soll ein neuer Spielplatz kommen – gestaltet nach den Wünschen der Bürger.

Bei der Auswahl der Spielgeräte und der Anpassung der Umgebung muss die Stadt allerdings wohl zu großen Teilen auch selbst kreativ werden: Zum Planungstreffen mit den Bürgern erschienen nur zwei Mütter und eine Nachbarin. Der Auftrag soll im März nächsten Jahres ausgeschrieben werden, im frühen Sommer könnten dann die Bauarbeiten beginnen.

Eine der engagierten Bürgerinnen, die sich zum Treffen einfinden, ist Berit Otto. Sie spricht nicht nur für sich und ihre Kleinen, sondern überbringt einige Wünsche im Namen mehrerer Mütter von der nahegelegenen Kindertagesstätte Hoffnungsfroh: „Schön wäre ein Themenspielplatz mit Geräten zum Bewegen und Klettern, die sich nicht nur an eine Altersstufe richten“, sagt sie. „Bis zwölf Jahre sind doch noch viele fröhlich auf dem Spielplatz unterwegs – wenn das Angebot da ist“, findet sie.

Kletterwand und Baumstämme

Für die etwas älteren Kinder sei doch eine Kletterwand eine gute Idee und für die Jüngeren wären Baumstämme zum Balancieren super, so ihr Vorschlag. Es gibt viele Ideen bei den Eltern.

„Es ist ein sehr verdichteter Bereich, hier leben viele Kinder“, sagt Volker Oehmig vom Jugendamt. Im Einzugsgebiet des Kindergartens leben laut den Daten der Stadt 361 Kinder und Jugendliche, etwa 250 davon sind noch unter 14. Und der nächste Spielplatz, nämlich der auf dem Amtsplatz, ist vom Angebot dann doch eher überschaubar.

Die Bezirksvertretung hatte den Spielplatz schon etwas länger auf der Agenda – schließlich wurde er seit drei Jahren ohnehin nicht mehr wirklich genutzt. Man habe aber zunächst abwarten wollen, „was hier baulich passiert“, sagt Holger Schneider (SPD) von der Bezirksvertretung Mitte.

Das heißt: Erst einmal schauen, wie die Awo das neue Gebäude ihrer Kita und ihren Teil des Spielplatzes gestaltet, der knapp die Hälfte der Fläche im Marbachttal ausmacht – dann wird die Stadt aktiv. Insgesamt 60 000 Euro aus Bezirksmitteln sollen nun in den neuen, öffentlichen Spielplatz investiert werden: „Die gehen komplett hier rein, einfach, weil hier sonst nix ist“, so Schneider.

Wie genau der Spielplatz letztendlich aussehen wird, muss sich spätestens bis März entscheiden, wenn die Arbeiten ausgeschrieben werden. Es soll ein im besten Sinne konventioneller Spielplatz werden, stellt Oehmig in Aussicht: einer, der für alle Kinder im Viertel etwas zu bieten hat.

 
 

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