Baustart mit Schüppchen

Kinder spielen auf einem Sandhaufen zum Baustart der neuen Kita Griesenbruch an der Halbachstra§e hinter der evangelischen Kirche.
Kinder spielen auf einem Sandhaufen zum Baustart der neuen Kita Griesenbruch an der Halbachstra§e hinter der evangelischen Kirche.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Stahlhausen. Mit kleinen Plastikschüppchen und gelben Helmen waren die Kinder bestens vorbereitet auf den Baustart für ihren künftige neue Kita.Und als endlich alle Reden beendet waren, stürzten sich Abir (1,5 Jahre), Heba (4) und Dean Martin (3) wie alle anderen juchzend in den Sandhaufen und buddelten drauflos.

An der Halbachstraße hinter der Friedenskirche entsteht ein ganz neues Projekt im Stadtteil: eine Kita in gemeinsamer Trägerschaft von evangelischer Kirchengemeinde und Ifak, dem multikulturellen Verein für Kinder- und Jugendhilfe sowie Migrationsarbeit. „Griesenbruch“ wird sie heißen und drei Kitas unter einem Dach vereinen, die allesamt als baufällig gelten: die Einrichtung „Pfiffikus“ der evangelischen Kirche, die der Ifak an der Lerschstraße (ist über zwei Etagen in einem ehemaligen Wohnhaus untergebracht) und die Kita St. Antonius (Henriettenstraße), die aufgegeben werden soll.

Mehr als drei Millionen Euro

Mehr als drei Millionen Euro werden in den Neubau investiert. Etwa 120 Kinder in sechs Gruppen sollen in gut einem Jahr hier betreut werden, überdies ist in vier davon eine U3-Betreuung für 28 Kinder zwischen null und drei Jahren vorgesehen; dafür stellt das Land 476 000 Euro bereit.

Die neue Kita wird eingeschossig gebaut. „Ich hoffe, wir können den Zeitplan einhalten. Im März soll Richtfest sein, Ende 2013 wollen wir den Neubau beziehen“, erklärte die Bochumer Architektin Els Kremer-Schäfer.

„Eine gute Sache fürs Westend“, fand Bezirksbürgermeister Dieter Heldt: „Es ist sehr viel passiert in den letzten fünf Jahren durch das Stadtumbauprogramm, und vieles ist bereits sichtbar“. Pfarrer Holger Nollmann (Friedenskirche) betonte die „ganz besondere Kooperation“, und Kemal Bozay (Ifak-Geschäftsführer) erinnerte daran, dass nicht nur eine neue Kita, sondern auch ein Stadtteilzentrum an der Friedenskirche gebaut werden soll: „Hier wurde der Wandel der Zeit erkannt. Kirche und Ifak zeigen sich mit diesem Projekt multireligiös und -kulturell.“

Das Stadtteilbegegnungszentrum ist genau wie die neue Kita als gemeinsames Projekt geplant. Es soll eine Anlaufstelle für Menschen aller Religionen in Stahlhausen, Griesenbruch und Goldhamme bilden, als Teil des Stadtumbauprojekts Westend. Damit wollen die Träger die soziale Infrastruktur im Wohnquartier verbessern, das geprägt ist von einem hohen Migrantenanteil. Weil sich die Gemeinde der Friedenskirche in den letzten Jahren merklich verkleinert hat, stand sie zuletzt vor der Entscheidung, das Gotteshaus zu schließen oder sich einem neuen Konzept zu öffnen. Das beinhaltet für das Begegnungszentrum auch neue Angebote für Gruppen wie ein Familien- und Seniorentreffpunkt.

 
 

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