Noch jede Menge Arbeit für Grabowski-Macher um Ralf Richter

Ralf Richter (vorne links) - hier beim 15-Jährigen von „Bang Boom Bang" im UCI im Ruhr-Park Bochum.
Ralf Richter (vorne links) - hier beim 15-Jährigen von „Bang Boom Bang" im UCI im Ruhr-Park Bochum.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Fast 130.000 Euro haben die Macher von „Grabowski - alles für die Familie“ um Ralf Richter über Crowdfunding eingenommen. Geplant waren 250.000 Euro.

Bochum. „Projekt erfolgreich“ - so steht es auf der Internet-Seite startnext.de. Über die Crowdfunding-Plattform haben die Macher des Films „Grabowski - alles für die Familie“ 128.018 Euro von Unterstützern zur Finanzierung ihres Projekts gesammelt. Allerdings hatte das Team um Ruhrpott-Ikone Ralf Richter die Frist bis zum Ende der Aktion verdoppelt und die ursprünglich angepeilte Mindestsumme von 250.000 Euro halbiert.

Für Richter ist die Schwarmfinanzierung dennoch ein Erfolg gewesen: „Wir haben den Trailer sehr hochwertig produziert. Da haben viele gedacht, das es den Film schon gibt. Wie es gelaufen ist, ist schon in Ordnung.“ Dank der Unterstützung von immer mehr Werbepartnern sei es möglich gewesen, über das Crowdfunding eine geringere Summe als geplant einzunehmen.

Vor allem ein Scheitern der Schwarmfinanzierung wollten die Filmemacher unbedingt verhindern: „Wir wollten die, die mitmachen, nicht enttäuschen.“ Das wäre für das Projekt „mehr als abträglich“ gewesen, sagt Richter, der sich besonders über einen „Einzelspender“ freut. Ein Mittelständler aus Bochum hat ein individuelles „Supporter-Paket“ gebucht - für 50.000 Euro.

Nur ein kleiner Teil der Finanzierung über Crowdfunding

Insgesamt schätzt der Schauspieler, dass „Grabowski - alles für die Familie“ für die Hälfte dessen realisiert wird, was ein üblicher in Deutschland produzierter Film kostet. Über das Crowdfunding, so hatten es die Macher stets betont, sollte ohnehin nur ein kleiner Teil der gesamten Finanzierung gestemmt werden. Im Spätsommer, hofft Richter, könnte dann mit den Dreharbeiten begonnen werden - Hauptschauplatz des Films soll Bochum sein. Aktuell arbeiten er als Darsteller der drei Hauptrollen, sein Sohn Maxwell als Ideengeber und Regisseur Özgür Arslan am Drehbuch - „auf Hochtouren“, wie es heißt: „Wir schaffen etwa zweieinhalb bis drei Minuten am Tag“, sagt Richter.

Auch wenn über das Crowdfunding „nur“ 193 von 5000 möglichen Tickets für eine geplante Vorpremiere des fertigen Films in Kooperation mit dem VfL Bochum im Stadion an der Castroper Straße weggegangen sind, halten die Verantwortlichen an dem Open-Air-Event fest. Karten sollen in naher Zukunft auch über die eigene Homepage vertrieben werden. Die Band Extrabreit steht als Musik-Act fest und soll sich auch am Soundtrack beteiligen. Vor Arslan, den Richters und ihrem Team liegt bis dahin noch eine Menge Arbeit.

 
 

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